Koalition von

Universitäten schwarz beflaggt

Protest gegen den Verlust des eigenständigen Wissenschaftsministeriums

Die Unis protestieren gegen den Verlust des eigenständigen Wissenschaftsministeriums. © Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Alle österreichischen Universitäten werden am Montag "als Zeichen des Protests gegen den Verlust des eigenständigen Wissenschaftsministerium" schwarz beflaggt. Das hat die Universitätenkonferenz am Montag zu Beginn ihrer Plenarsitzung in Graz einstimmig beschlossen.

"Die Abschaffung eines eigenständigen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ist ein schwarzer Tag für Österreichs Universitäten und damit auch für die Universität Wien", betonte etwa der Rektor der größten Uni des Landes, Heinz Engl, in einer Aussendung.

"Diese Aktion richtet sich nicht gegen Personen, wir werden auch mit künftigen Verantwortungsträgern gut zusammenarbeiten, sondern gegen die mit diesem Vorgang verbundene Symbolik."

Grüne beantragen Beibehaltung

Die Grünen werden am Dienstag im Nationalrat die Beibehaltung des Wissenschaftsministeriums als eigenständiges Ressort beantragen und eine namentliche Abstimmung darüber verlangen. Bundessprecherin Eva Glawischnig äußerte am Montag in einer Pressekonferenz die Hoffnung, dass auch Abgeordnete der Koalition diesem Antrag zustimmen werden.

Glawischnig verwies darauf, dass schon der scheidende Minister Karlheinz Töchterle angekündigt hat, dem neuen Ministeriengesetz nicht zustimmen zu wollen. Sie kündigte "erbitterten Widerstand" gegen die Eingliederung des Wissenschaftsressorts ins Wirtschaftsministerium an und teilte mit, dass die Grünen die Proteste und Demonstrationen dagegen auch vor Ort unterstützen.

ÖÄW: Wissenschaft und Forschung soll Priorität haben

Die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) fordert unterdessen, dass Wissenschaft und Forschung von Beginn an auch im Außenauftritt des neuen Ressorts entsprechendes Gewicht haben. Am besten käme dies nach Ansicht der ÖAW in einem Namen zum Ausdruck, der alle drei Begriffe enthält, etwa "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft".

Damit wäre in der Öffentlichkeit ein klares Zeichen für Wissenschaft und Forschung gesetzt, schreibt ÖAW-Präsident Anton Zeilinger nach einer Sitzung der Gesamtakademie in Briefen an den Bundespräsidenten und Regierung.

Kommentare

Die Abschaffung dieses Ministeriums kommt einer Abschaffung von Kunst und Kultur gleich. Denn dann bleiben auch nur mehr die Proleten übrig!

Dürfen DIE das überhaupt. Zu erst etwas leisten dann mitreden!!!!!

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