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Mitterlehner lädt Wissenschaft ein

Kritik an Zusammenlegung der Ressorts - Zuständiger Minister verteidigt Entscheidung

Koalition - Mitterlehner lädt Wissenschaft ein © Bild: Format Lukas Ilgner

Die Zusammenlegung des Wirtschafts- mit dem Wissenschaftsressort hat der künftig für beide Bereiche zuständige Minister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) als "neuen organisatorischen Ansatz" verteidigt. Gleichzeitig sprach er am Sonntagabend in der ORF-Diskussion "Im Zentrum" eine Einladung an die Wissenschaft aus, die diese Entscheidung zum Teil heftig kritisiert.

Mitterlehner lud alle Beteiligten zu einem Prozess der Kooperation ein. Der Minister versicherte, dass an der Freiheit der Lehre und an der Grundlagenforschung nicht gerüttelt werde. Es gehe darum, die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung bis zur praktischen Anwendung zusammen zu führen. Das sei ein Anspruch, der durchaus gelingen könne und der auch in anderen Ländern funktioniere.

Mitterlehner: Kein bevorzugtes Ressort

Der Minister versicherte, dass er der Wissenschaft keinen geringeren Stellenwert einräume als der Wirtschaft. "Das tue ich nicht." Das habe er auch schon bei den Familien so gehalten, die in der vergangenen Legislaturperiode in seiner Verantwortung waren. Es sei absolut nicht seine Einstellung, alles wirtschaftlichen Zwängen unterzuordnen, versuchte Mitterlehner die Befürchtungen auf Seiten der Wissenschaft zu zerstreuen.

Es gehe ihm darum, die Synergiepotenziale im Bereich der Forschung zu nützen, betonte der künftige Wissenschaftsminister. Man habe nur eine neue Organisationsstruktur geschaffen und eine neue politische Führung. Die Sektion und die Beamten blieben ja erhalten. Mitterlehner appellierte, die Angelegenheit "relativer" zu betrachten als derzeit die Stimmung sei.

Kommentare

Oliver-Berg
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Die KK-Monarchie stellte bis zum 1. Weltkrieg ungefähr 30 % der Nobelpreisträger, wobei die meisten aus dem heutigen Österreich stammen. Wo sind wir heute? Auf den letzten Tabellenplätzen. Wissenschaft hat bei Funktionärspolitikern nie eine Rolle gespielt, denn da gibt es nach Ablauf der Funktionsperiode keine Versorgungsjobs. So einfach ist das rot-schwarze Denken. Leider

Ignaz-Kutschnberger
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@Oliver Berg... bei aller Liebe, aber wo ist IHR persönlicher Beitrag für bzw. zum nächsten Nobelpreis?? Was haben sie die letzten 5 Jahre gemacht, wo das Wissenschaftsministerium noch ein eigenständiges Ressort war??... Hinzufügen möchte ich noch, man kann das Rad zwar möglicherweise verbessern, aber nicht mehr NEU erfinden... Gab es unter Einstein auch schon ein eigenes Wissenschaftsministerum?

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Wie würde Häupl sagen VOLLKOFFER

Ignaz-Kutschnberger
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@Gemeindeberg...Mir fraglich, warum gerade ein Partei-Bonze wie Sie, jemand einer ANDEREN Partei zitiert?? :-))

Alles blabla, es geht ja nicht erst seit gestern in diese Richtung. Die Fachhochschulen waren das trojanische Pferd der Wirtschaft die Inhalte zu kontrollieren und Schritt zwei ist jetzt, die Universitäten nach deren Bilde umzumodeln.Und wenn das zusammen mit der Bolognanarretei durchgezogen ist, wird auch die Grundlagenforschung fallen, denn was sich nicht sofort rechnet hat keine Lebensberechtigung in der Welt der Greißler und Krämer.
K.P.Liessmann hat das Wesentliche dazu schon gesagt, ohne großes Echo in der Öffentlichkeit. Lasset uns also die Universitäten in Aufzuchtanstalten für Meerschweinchen verwandeln,denn das geheime Ziel von Kant und Darwin, von Newton und Galilei, von Sokrates bis Schrödinger war es immer schon die Asiaten im Würstchenverkauf zu überholen, wir habens bisher nur nicht verstanden.
Und ich muss jetzt üben nur mehr in Hauptsätzen zu schreiben, man will ja auch mit der nächsten Akademikergeneration kommunizieren.

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