Koalition: Giftpfeile statt Friedenspfeife

Koalition: Giftpfeile statt Friedenspfeife

Streitgespräch. SP-Manager Josef Kalina und VP-Mann Hannes Missethon, die ,bösen Buben‘ der Koalition, über die ständigen ,verbalen Rempeleien‘.

Seit einem halben Jahr ist die Regierung im Amt, und kaum ein Tag vergeht ohne gröbere Auseinandersetzung – von Eurofighter bis Schulreform, von Bauernförderung bis Steuersenkung für Spitzenverdiener. NEWS bat SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina und ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon zur Diskussion über die Streitpunkte und darüber, wie diese Koalition bei so vielen Kontrapunkten funktionieren kann:

NEWS: Der Bundespräsident wünscht sich „weniger verbale Rempeleien“, aber die Koalition pflegt lustvoll ihre Divergenzen und kämpft mit harten Bandagen. Können die beiden Parteien einfach nicht miteinander?
Missethon: Ich persönlich fühle mich nicht unmittelbar betroffen von dieser Kritik, weil ich nicht den Eindruck habe, dass ich remple, und ich fühle mich auch nicht gerempelt. Ich bin nicht in der Bundesregierung, und mein Job als Generalsekretär ist es, die ÖVP darzustellen. Aber es gibt auch genügend Kompromisse und Erfolge wie das Doppelbudget, das Ende der Erbschaftsteuer und den 1.000-Euro-Mindestlohn. Aber wenn es zu Grenzüberschreitungen kommt, muss man die Grenze markieren.
NEWS: Warum, Herr Kalina, haben Sie eine Friedenspfeife zu diesem Gespräch mitgebracht?
Kalina: Ich habe sie mitgebracht, weil eben unser „Bundeshäuptling“ völlig zu Recht einen anderen Stil einmahnt. Es gibt gar nichts gegen inhaltliche Diskussionen zu sagen, und je offener die sind, desto besser, weil sich dann die Wähler ein gutes Bild machen können, wer wofür steht. Aber die sollten nicht persönlich sein.

Das komplette Streitgespräch lesen Sie im neuen NEWS