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Lungenfachärzte warnen vor Raucher-Regelung

Kippen der Novelle werde Menschenleben und viel Geld kosten

Koalition - Lungenfachärzte warnen vor Raucher-Regelung © Bild: shutterstock

Der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) hat nach dem "Aus" für das Rauchverbot in der Gastronomie vor möglichen Konsequenzen gewarnt: Das Kippen der bereits 2015 beschlossenen Novelle werde nachweislich Menschenleben und viel Geld kosten, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.

"Und man verzichtet ganz bewusst auf die sogenannten 'Quick-wins'", sagte ÖGP-Generalsekretär Bernd Lamprecht: "Denn Daten aus Irland und Italien zeigen eindeutig, dass es durch ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie bei Aktiv- wie bei Passivrauchern zu einer raschen Reduktion von kardiovaskulären Ereignissen bis hin zum Herzinfarkt kommt."

"Leichtfertig aufgegeben"

Rauchverbote würden zu einem Rückgang des Rauchens sowohl in der Gesamtbevölkerung als auch im kritischen Jugendalter führen, weniger Menschen beginnen zu rauchen und mehr Menschen geben ihre Sucht auf. "Dadurch entstehen weniger Lungenkrebs- und COPD-Neuerkrankungen sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Insbesondere auf Kinder hat diese Maßnahme günstige Auswirkungen: So kommt es beispielsweise zu weniger Krankenhausaufnahmen wegen kindlichen Asthmas. Rauchverbote bewirken aber auch einen besseren Schutz des ungeborenen Kindes vor den negativen Auswirkungen des Aktiv- und Passivrauchens der Mutter. All dies hat man nun leichtfertig aufgegeben."

»Mehr als 10.000 Menschen sterben jedes Jahr in Österreich als Folge des Rauchens«

"Die Fakten liegen doch klar auf dem Tisch: Rauchen gefährdet die Gesundheit der Menschen in vielerlei Hinsicht: Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) wird zu ca. 90 Prozent durch Rauchen bedingt, ebenso Lungenkrebs. Bei einem Drittel aller Krebserkrankungen ist das Rauchen kausal mitverantwortlich. Mehr als 10.000 Menschen sterben jedes Jahr in Österreich als Folge des Rauchens", erläuterte ÖGP-Präsident Peter Schenk.

Arbeitnehmer der Gastronomie Passivrauch ausgesetzt

Auch wenn ein generelles Rauchverbot bis 18 Jahre (die Anhebung des Alterslimits für das Rauchen von 16 auf 18 Jahre ist geplant, Anmerkung) sehr zu begrüßen sei, und auch die - von der ÖGP schon lange gestellte - Forderung nach einem Rauchverbot im Auto, wenn Minderjährige mitfahren, umgesetzt wird, und wenn sich Kinder und Jugendliche in Zukunft nicht mehr im Raucherbereich von Lokalen aufhalten dürfen, seien die Arbeitnehmer der Gastronomie in den Raucherbereichen nach wie vor ungeschützt dem Passivrauch ausgesetzt.

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