Knuddel-Alarm von

Seltenes Wollaffenbaby
bricht Publikumsherzen

Erste Kletterversuche unter Aufsicht seiner Mutter in Zoo in Oberösterreich

Knuddel-Alarm - Seltenes Wollaffenbaby
bricht Publikumsherzen © Bild: APA/Zoo Schmiding

Ein vor eineinhalb Monaten geborenes Wollaffenbaby hat sich zum Herzensbrecher im Zoo Schmiding in Krenglbach im Bezirk Wels-Land in Oberösterreich entwickelt. Es unternimmt schon erste Kletterversuche unter Aufsicht seiner Mutter.

Große braune Augen, treuherziger Blick und ein langer dünner Ringelschwanz, der sich fest um den Körper der Mama schmiegt: So präsentiert sich der seltene Nachwuchs für eine seltene Tierart den Besuchern. Noch mehr Entzücken kommt auf, wenn der Knirps zwar neugierig, aber sehr schüchtern seine Selbstständigkeit erlernt. Mutig klammert er sich an einen dünnen Ast, wenige Sekunden später huscht er wieder zurück zu seiner Mutter, um sich an ihr kuscheliges Fell zu drücken. Diese beaufsichtigt die Kletterversuche und motiviert ihr Kind immer von neuem noch etwas mutiger zu sein.

Obwohl das Jungtier zunehmend an Selbstständigkeit gewinnt und auf dem Rücken der Mama den Ausblick genießt, wird die Entwöhnung von der Muttermilch erst ab dem fünften oder sechsten Monat beginnen. Es kann sich aber auch noch länger hinziehen. Erst im Alter von zwölf bis 18 Monaten wird sich der Nachwuchs von seiner Mutter trennen. Geschlechtsreif werden Weibchen erst mit sechs bis acht Jahren, die Männchen schon mit fünf Jahren.

Europaweit halten laut Zoologin Daniela Artmann aktuell nur zwei Tiergärten eine Zuchtgruppe mit Wollaffen, einer davon ist Schmiding. Jeder Nachwuchs dieser seltenen Art sei "extrem wertvoll zur Erhaltung". Das europäische Erhaltungszuchtprogramm zählt nur mehr 40 Tiere.