Knowle und Aspelin fix beim Masters-Cup:
Tennis-Doppel krönt eine exzellente Saison

Spitzen-Doppel triumphierte heuer bei den US Open Erstmals ein Östereicher beim Doppel-Masters dabei

Knowle und Aspelin fix beim Masters-Cup:
Tennis-Doppel krönt eine exzellente Saison

Julian Knowle hat sich gemeinsam mit seinem schwedischen Doppelpartner Simon Aspelin einen Traum erfüllt und sich als erster Österreicher überhaupt für den mit 750.000 Dollar dotierten Doppel-Masters-Cup in Shanghai qualifiziert. Die österreichisch-schwedische Paarung, die erst seit Mitte April zusammenspielt, hat sich ebenso wie das Duo Paul Hanley/Kevin Ullyett (AUS/ZIM) für das abschließende Turnier der acht besten Doppel des Jahres qualifiziert.

"Ob ich als erster oder fünfter Österreicher dabei bin, ist mir nicht so wichtig. Aber es war immer mein großes Ziel, einmal beim Masters dabeizusein. Alles in allem kommt es für mich schon sehr überraschend, speziell in dieser Saison", meinte Knowle im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

"Den Grundstein für das Masters haben wir sicher mit dem Sieg bei den US Open gelegt", sagte Knowle. Die Tatsache, dass das Duo im Finish des Jahres voll punkten konnte, hat im Run um die Shanghai-Tickets freilich eine große Rolle gespielt. "Die Saison ist schon sehr, sehr lang, da mussten einige andere den Preis dafür zahlen." Und bei Aspelin/Knowle hätten eben das Semifinale in Metz, das Viertelfinale in Wien und auch das Viertelfinale in Madrid voll gezählt.

Frische Motivation für Rest der Saison
Auch wenn die Saison vor allem mental doch einiges abverlangt hat, geht das Duo mit frischer Motivation in den Rest der Saison.

Erst jetzt, in der "normalen" Turnierphase nach dem US-Open-Sieg, wird Knowle so richtig bewusst, was ihm da mit Aspelin gelungen ist. "Man sieht, wie schwer es ist, ganz normal auf der Tour ein Turnier zu gewinnen. Das Feld ist extrem ausgeglichen. Letztes Jahr haben 400 Race-Punkte zur Qualifikation gereicht, heuer hat auch das achte Team über 500 Zähler."

Das Duo Aspelin/Knowle hat damit den Lohn für eine exzellente Saison kassiert. Die beiden hatten sich ja erst Mitte April zur längerfristigen Zusammenarbeit entschlossen und gleich zum Auftakt in Monte Carlo das Semifinale erreicht. Es folgten u.a. Titel in Pörtschach, Halle, Baastad und eben als Höhepunkt bei den US Open.

"Ich traue uns alles zu"
Zeit zur Vorbereitung auf dieses Highlight, das vom Preisgeld her übrigens weit weniger bringt als ein Grand-Slam-Turnier, bleibt kaum. Das Doppel wird dort zumindest drei Gruppenmatches spielen. Was möglich ist? "Ich traue uns alles zu. Dort sind die besten acht Teams der Welt. Ich weiß vom vergangenen Jahr, dass in einer der beiden Gruppen ein Sieg zum Aufstieg gereicht hat und in der anderen sogar zwei nicht", spricht er die komplizierte Rechen-Arithmetik an.

"Es wird viel davon abhängen, wer noch wieviel im Tank hat. Ich hoffe, dass wir unsere Form rüberbringen können", so Knowle. Die jeweils zwei Gruppenbesten steigen ins Halbfinale auf, in dem dann kreuzweise der Gruppen-Erste gegen den Gruppen-Zweiten spielt. "Um sicher aufzusteigen, müssen wir eben alle drei Spiele gewinnen", lacht Knowle.

(apa/red)