Aufreger von

Kosovo: Anerkennung
durch Wien "außer Zweifel"

Außenministerin Kneissl widerspricht Strache nach umstrittenem Sager

Karin Kneissl © Bild: APA/Georg Hochmuth

Nach den angeblichen Aussagen von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), in denen er den Kosovo als Teil Serbiens bezeichnet haben soll, hat Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) klar gemacht, dass für sie die Anerkennung des Kosovo durch Österreich außer Zweifel steht. "Das ist eine unumstößliche Tatsache, das ist so und kann nicht geändert werden", sagte Kneissl am Montag.

Gleichzeitig wies die Außenministerin, die für ihr Amt von der FPÖ nominiert wurde, darauf hin, dass der völkerrechtliche Status des Kosovo innerhalb der Europäischen Union nicht vollkommen geklärt sei. So wird das kleine Land, das am Samstag sein 10-jähriges Unabhängigkeitsjubiläum begeht, von 5 der 28 Mitgliedstaaten nicht anerkannt.

Strache sorgte für Aufregung

Strache hatte mit der angeblichen Aussage, dass der Kosovo "ein Teil Serbiens" sei, für Aufregung gesorgt. Er soll dies in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Belgrader Zeitung "Politika" gesagt haben, der Sprecher des Vizekanzlers dementierte dies jedoch. Strache habe das "in diesem Interview nicht" gesagt, so Martin Glier. Strache hatte im Interview laut "Politika" hinzugefügt: "Wir haben die Anerkennung des Kosovo seitens Österreichs scharf kritisiert, dies (die Anerkennung, Anm.) ist nun eine Tatsache und kann nicht mehr geändert werden."

EU-Kommission: Kein Kommentar

Die EU-Kommission wollte die jüngst kolportierten Aussagen Straches, wonach der den Kosovo als Teil Serbiens bezeichnet haben soll, nicht kommentieren. "Wir kommentieren keine Kommentare", so die Antwort einer Sprecherin am Montag. Außerdem sei die Anerkennung des Kosovo Sache der Mitgliedsstaaten der EU.

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