Knapp 6 Prozent mehr Arbeitslose in Wien:
Akademiker derzeit besonders betroffen

Deutlicher Rückgang bei Personen in Schulungen Immer weniger offene Stellen im öffentlichen Dienst

Knapp 6 Prozent mehr Arbeitslose in Wien:
Akademiker derzeit besonders betroffen © Bild: APA/Gindl

Während in allen anderen Bundesländern die Arbeitslosenquote rückläufig ist, musste Wien im Jänner einen Anstieg hinnehmen. Die Zahl der Jobsuchenden ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,7 Prozent gestiegen. Damit gab es im Jänner in Wien insgesamt 87.639 Personen, die auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung waren.

Einen Rückgang gab es hingegen bei der Zahl jener, die sich in Schulungen befanden. Dank einem Minus von 19,3 Prozent traf dies nur noch auf 23.439 Menschen zu. Nimmt man Arbeitslose und Schulungen zusammen, ergibt das insgesamt einen leichten Rückgang der Menschen ohne Job von 0,8 Prozent heißt es von Seiten des AMS.

Akademiker sind derzeit besonders von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Zahl der Arbeitslosen mit Hochschulabschluss ist im Vormonat um 12,2 Prozent angewachsen. Ein wesentlicher Grund dafür: Zahlreiche Menschen hätten sich während der Krise der Weiterbildung gewidmet und kehrten nun, viele von ihnen um einen Abschluss reicher, auf den Jobmarkt zurück, analysierte AMS-Wien-Chefin Claudia Finster.

Weniger Langzeitarbeitslose
Weniger problematisch ist die Situation bei Jugendlichen: Obwohl die Zahl der Arbeitslosen mit Lehrabschluss um 0,2 Prozent gestiegen ist, ging die Gesamtarbeitslosigkeit der Unter-20-Jährigen im Jänner im Jahresabstand um 1,2 Prozent zurück. Eine rückläufige Tendenz zeigte sich auch bei den Langzeitarbeitslosen. Ihre Zahl sank im Jänner um 6,4 Prozent.

Gesunken ist aber auch die Zahl der offenen Stellen. Davon gab es im vergangenen Monat um 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem im öffentlichen Dienst (minus 55,7 Prozent), im Gesundheitswesen (minus 41,9 Prozent) und im Sektor Kunst und Unterhaltung (minus 68,5 Prozent) ist das Angebot stark zurück gegangen. Mehr Stellen gab es hingegen in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie (plus 53,7 Prozent), Produktion (plus 19,2 Prozent) und Handel und Kfz (plus 15,9 Prozent).

(apa/red)

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du mußt nur was lernen, der handwerksberuf hat goldenen boden, zwar nicht immer, aber immer öfters.

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