Knalleffekt in der heimischen Bundesliga:
Roman Wallner geht zu Red Bull Salzburg

Nationalspieler verlässt den LASK Richtung Salzburg Wallner bedankt sich zum Abschied beim LASK

Knalleffekt in der heimischen Bundesliga:
Roman Wallner geht zu Red Bull Salzburg © Bild: Reuters/Kuzmanovic

Der erste große Transfercoup der Winterpause in der Fußball-Bundesliga ist perfekt. Roman Wallner wechselt mit sofortiger Wirkung vom LASK zu Titelverteidiger Red Bull Salzburg. Das gaben die Salzburger in der Früh bekannt. Wallner, der die Rückennummer elf erhält, reiste bereits am Samstagnachmittag zum Trainingslager des aktuellen Tabellenzweiten nach Belek in die Türkei nach.

Mit 14 Toren führt Wallner aktuell die Schützenliste der Bundesliga an. Zuletzt hatte der 27-Jährige, der zuvor einige glücklose Auslands-Engagements hinter sich gebracht hatte, auch die Rückkehr ins Nationalteam geschafft. Nun könnte er wie im ÖFB-Team auch in der Equipe von Trainer Huub Stevens in Salzburg an der Seite von Marc Janko stürmen.

"Muss über Qualitäten nicht diskutieren"
"Ich denke, man muss über die Qualitäten eines Roman Wallner nicht diskutieren", meinte Salzburg-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer. "Wir sind froh, dass er jetzt auch einen Großteil der Vorbereitung bei uns mitmachen kann und sind überzeugt, dass er uns auf Anhieb helfen kann." Über die Vertragsmodalitäten sowie die Ablösesumme wurde von beiden Clubs Stillschweigen vereinbart.

Da der LASK nicht international gespielt hat, ist Wallner auch in der K.o.-Phase der Europa League spielberechtigt. Dort treffen die "Bullen" in der Runde der letzten 32 am 18. und 25. Februar auf den belgischen Meister Standard Lüttich. Sein erstes Pflichtspiel für Salzburg könnte Wallner aber bereits am 9. Februar im Cup in Graz gegen seinen Stammclub Sturm absolvieren. In einem Testspiel des Meisters am Samstag gegen den FC Luzern war der Neuzugang in der Türkei noch nicht mit dabei.

Wallner dankt dem LASK
Den Wechsel in die Mozartstadt sieht Wallner als Chance für einen neuerlichen Karrieresprung. "Für mich und in meinem jetzigen Alter ist das noch mal eine Chance, dass ich mich weiter entwickle", erklärte der 27-fache ÖFB-Internationale, vergaß aber nicht, sich bei den Linzern für ihr Vertrauen zu bedanken. "Der LASK hat einen großen Beitrag geleistet, dass ich diese Chance bekomme."

Die Linzer hatten Wallner im Jänner 2009 verpflichtet, nachdem er zuvor in Schottland bei Falkirk und Hamilton sowie in Griechenland bei Apollon Kalamarias und Xanthi nicht glücklich geworden war. Seither hat der ehemalige Sturm-, Rapid- und Austria-Stürmer für den LASK in 30 Ligaspielen 17 Tore erzielt. Im Nationalteam hält Wallner, der einst als eines der größten heimischen Talente gefeiert worden war, bei sechs Treffern. Zuletzt hatte der Steirer am 10. Oktober 2009 per Elfmeter zum 2:1 gegen Litauen getroffen.

(apa/red)