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Unternehmensnachfolge:
Darum ist sie für KMU wichtig

Wie viele Arbeitsplätze durch eine erfolgreiche Nachfolge erhalten bleiben können

Unternehmen © Bild: iStockphoto.com

Das Thema der Unternehmensnachfolge ist für die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe, kurz KMU, von großer Bedeutung. Im Gewerbe und Handwerk sind die jährlichen Übergaben zwischen 2005 und 2014 um ein gutes Fünftel von 1.300 auf fast 1.600 gestiegen. Damit haben in den letzten zehn Jahren nahezu 15.700 Unternehmensübergaben stattgefunden.

THEMEN:

Für den Zeitraum von 2015 bis 2024 ergibt sich im Gewerbe und Handwerk ein Übergabepotenzial von 15.400 kleinen und mittleren Arbeitgeberbetrieben. Damit betreffen in der nächsten Dekade 36%, also über ein Drittel aller potentiellen Unternehmensnachfolgen der gewerblichen Wirtschaft die Sparte Gewerbe und Handwerk.

154.000 Arbeitsplätze erhalten

Durch die erfolgreiche Bewältigung dieser Herausforderung, also durch erfolgreiche Unternehmensnachfolgen, könnten in den nächsten zehn Jahren in der Sparte Gewerbe und Handwerk die Arbeitsplätze von 154.000 selbstständig und unselbstständig in Klein- und Mittelbetrieben Beschäftigten erhalten bleiben. Dies sind 37% der Erwerbstätigen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zwischen 2015 und 2024 zur Nachfolge anstehen.

Die betroffenen KMU im Gewerbe und Handwerk könnten in der nächsten Dekade (unter der Annahme einer konstanten Umsatzentwicklung) rund 90 Mrd. Euro Umsätze erzielen. Dies entspricht rund 17% der potentiellen Erlöse der Unternehmen mit Unternehmensnachfolgen der gewerblichen Wirtschaft in dieser Zeitspanne.

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der potentiellen Übergabefälle in kleinen und mittleren Unternehmen (exkl. EPU), die Anzahl der davon betroffenen Beschäftigten und den Umsatz (netto) im Gewerbe und Handwerk sowie deren Anteil an der gewerblichen Wirtschaft zwischen 2015 und 2024.



Gewerbe und Handwerk
Anteil an den potenziellen Übergabefällen der gesamten gewerblichen Wirtschaft in %
potenzielle Übergabefälle 15.400
36
Beschäftigte 154.000
36
Umsätze netto in € Mrd.
90
17

Anmerkung: gerundete Werte
Quelle: KMU Forschung Austria

Ein Vergleich des Anteils der potentiellen Nachfolgen im Gewerbe Handwerk an den gesamten Unternehmen der Sparte nach Bundesländern zeigt eine überdurchschnittlich starke Betroffenheit in Vorarlberg (32%) und Niederösterreich (30%). Dies ist u.a. auf das höhere Durchschnittsalter zurückzuführen. In der Steiermark, in Salzburg und in Tirol ist der Anteil (jeweils 26%) niedriger als im Gesamtdurchschnitt der Sparte Gewerbe und Handwerk.

Um die Nachfolge erfolgreich zu managen, braucht es entsprechende Rahmenbedingungen:

  • Unternehmensnachfolgen sollen durch Gesamtrechtsnachfolge sowie steuerliche Entlastung von Unternehmensveräußerung (Verfünffachung des Freibetrags und Ausdehnung der Progressionsermäßigung) erleichtert werden.
  • Weiters muss eine Flexibilisierung der starren Regelungen bei Übernahmen, wie beispielsweise einjähriger Kündigungsschutz der Mitarbeiter bei Betriebsübergang, erfolgen.
  • Die strengen Formpflichten bei Gründungen und Geschäftsanteilsübertragungen sollen durch die qualifizierte elektronische Signatur ersetzt werden.
  • Sämtliche Begünstigungen des Neugründungs-Förderungsgesetzes (NEUFÖG) sollen auch für Betriebsübernahmen gelten. Die Lohnnebenkosten-Begünstigung soll auch für innerhalb von drei Jahren nach Betriebsübernahme zusätzlich eingestellte Mitarbeiter gelten (max. für fünf Arbeitnehmer für zwölf Monate nach Einstellung des ersten Mitarbeiters).

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