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Klimawandel könnte Spinnen dezimieren

Seltenere aber heftigere Regenfälle verringert Insekten-Anzahl auf Feldern

Spinne © Bild: APA/Zucchi

Laut Klimamodellen bringt die globale Erwärmung in Österreich seltenere, aber heftigere Regenfälle. Dies könnte die Zahl der Spinnen und Insekten auf den Feldern um die Hälfte verringern, fanden österreichische Forscher in einem Beregnungs-Experiment von Weizenflächen heraus. Die Studie wurde im Fachjournal "Frontiers in Environmental Science" veröffentlicht.

Die Forscher unter der Leitung von Johann Zaller vom Institut für Zoologie der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien besprenkelten dafür mehrere überdachte, etwa drei Quadratmeter große und mit Winterweizen bepflanzte Flächen entweder nach einem Niederschlagsschema, das den gegenwärtigen Verhältnissen im Marchfeld entspricht, oder mit einem vom Weltklimarat (IPCC) für Ende des Jahrhunderts (2071 bis 2100) für Zentraleuropa prognostizierten Regenmuster. Dann zählten und bestimmten sie die Insekten und Spinnen, die sie von dort einsammeln konnten.

Sie fanden in den nach dem zukünftigen Regenszenario bewässerten Weizenflächen - die um 15 Prozent stärkere Regenfälle, aber um ein Viertel mehr Trockentagen abbekamen - nur etwa halb so viele Gliederfüßer wie unter aktuellen Niederschlagsbedingungen. So war die Zahl der Spinnen um 47 Prozent reduziert, jene der Zikaden um 39 Prozent, und verschiedene Käfer endeten um 41 bis 64 Prozent weniger im Sammelbehälter. Florfliegen gab es sogar um 73 Prozent weniger, berichten sie. Bloß Schnecken gab es mehr (um 69 Prozent). Dies betraf jeweils nur die Zahl der Tiere, die Artenvielfalt änderte sich nicht, so die Forscher.