Klimawandel in Österreich von

Gletscher schwinden weiter

Expertin: Eisriesen stabilisieren sich durch Rückzug in höhere und kältere Lagen selbst

Österreichs Gletscher befinden sich derzeit offenbar im Fastenzustand. Das hat aber auch einen positiven Effekt. Durch den zunehmenden Abbau der Zungen bilden sich die Gletscher automatisch in höhere und kältere Lagen zurück, erklärte die Leiterin des Alpenverein-Gletschermessdienstes, Andrea Fischer.

So könnten sie sich laut Fischer wieder stabilisieren. Die Eisriesen würden jedenfalls voraussichtlich auch noch in 100 Jahren existieren, meinte die Expertin.

Expertin: Verschwinden der Gletscher unwahrscheinlich
Denn um die 200 bis 300 Meter dicken Gletscher vollständig abzubauen, dauere es schon bis zu 200 Jahre. Selbst wenn die Gletscher doppelt so schnell schmelzen würden und überhaupt kein Schnee mehr falle, seien rund 50 Jahre nötig, um sie vollständig zum Verschwinden zu bringen, sagte die Gletscherforscherin. "Die Gletscher werden aber ohne Zweifel weiter zurückgehen, unabhängig vom Wetter der nächsten Jahre", stellte Fischer klar.

Die Gletscherzungen würden nicht mehr dem heutigen Klimazustand entsprechen und darum von den Gletschern mehr und mehr abgebaut werden. Die großen Ferner würden darunter am meisten leiden. "Der Zungenabbau ist wie ein Gesundschrumpfen", erklärte die Gletscherforscherin.