Klimawandel von

Innsbruck will
Klimanotstand ausrufen

Als erste Landeshauptstadt - Regierungsfraktionen haben Beschlussantrag eingebracht

Klimanotstand © Bild: APa/Huter

Nachdem am Mittwoch die niederösterreichische Stadt Traiskirchen die Ausrufung des Klimanotstandes im Gemeinderat beschlossen hat, zieht Innsbruck nun nach. Am 18. Juli soll im Gemeinderat ein Beschlussantrag der Parteien der Stadtkoalition aus SPÖ, Grüne, Für Innsbruck und ÖVP eingebracht werden, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Donnerstag-Ausgabe.

Damit würde Innsbruck als erste Landeshauptstadt die Folgen des Klimawandels offiziell anerkennen und sich zu dementsprechenden Maßnahmen verpflichten. "Die vom Menschen verursachte globale Erderwärmung und die daraus resultierende Klimakrise wird (...) als eine der größten Herausforderungen der Menschheit anerkannt", hieß es laut dem Bericht der "TT" in dem Beschlussantrag, an dem auch der Seniorenbund beteiligt ist.

Stadt verpflichtet sich zu Maßnahmen

Einerseits erkenne Innsbruck damit den Klimawandel und seine dramatischen Folgen an, andererseits verpflichtet sich die Stadt damit zu Maßnahmen im Sinne des Klimaschutzes. "Die Mandatarinnen und Mandatare werden mit ihren Fraktionen in Zukunft einen besonderen Fokus darauf legen, dass im Sinne des Klimaschutzes Aktivitäten und Handlungen sorgsam geprüft und nötigenfalls adaptiert werden", so die Resolution. Darüber hinaus verpflichte sich die Stadt zu einer Optimierung der Infrastruktur im Sinne der Ökologie und sieht den Bundes- und Landesgesetzgeber gefordert, "alle künftigen Gesetze einem Klimaschutzcheck zu unterziehen", hieß es weiter.

Hitzerekordwerte

In den vergangenen Tage hatte es in Innsbruck wiederholt Hitzerekordwerte gegeben. Am Dienstag wurde ein Höchstwert von 36,7 Grad in Innsbruck erzielt. Traiskirchen hatte am Mittwoch ebenso mit der Ausrufung des Klimanotstandes aufhorchen lassen. Als erste Stadt Österreichs wurde hier die Maßnahme am Montag im Gemeinderat eingebracht und einstimmig beschlossen. Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) hatte weitere Städte aufgefordert, dem Beispiel Traiskirchens zu folgen.

Kommentare