Klimakonferenz in Kopenhagen gestartet:
Ringen um die Zukunft des blauen Planeten

7. Dezember: 192 Staaten suchen nach einer Lösung Dringender Appell: "Zeit für bloße Worte ist vorbei"

Klimakonferenz in Kopenhagen gestartet:
Ringen um die Zukunft des blauen Planeten © Bild: APA/DPA/Mergner

Ringen um die Zukunft des Planeten: Mit einem eindringlichen Appell, die Erderwärmung gemeinsam zu bremsen, hat in Kopenhagen der größte Klimagipfel aller Zeiten begonnen. Die Zeit für bloße Worte sei vorbei, sagte UNO-Klimachef Yvo de Boer in seiner Eröffnungsrede. Er forderte verbindliche Klimaschutzziele und eine sofortige Finanzzusage über zehn Milliarden US-Dollar (6,7 Milliarden Euro) jährlich von 2010 bis 2012 für die armen Länder.

Bis zum 18. Dezember kämpften Regierungsvertreter aus 192 Staaten um weitreichende Klimaziele. So viele Länder wie nie zuvor haben Vorschläge vorgelegt, um ihren Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren oder zu bremsen. Ob dies für eine Einigung reicht, ist zweifelhaft. So erklärte ie Präsidentin der Klimakonferenz, Connie Hedegaard, wegen fehlender Fortschritte überraschend ihren Rücktritt.

Obama drängt
US-Präsident Barack Obama rief nachdrücklich zum Abschluss eines Klimaabkommens auf, auch wenn keine Ideallösung erreichbar sei. "Ich bin nicht hierhergekommen, um zu reden, sondern um zu handeln", sagte Obama in Kopenhagen. "Es gibt keine perfekte Vereinbarung, und kein Land bekommt alles, was es will", dämpfte der US-Präsident die Erwartungen. Auch räumte er ein, dass noch kein Durchbruch hin zu robusten Maßnahmen für den Klimaschutz auf der Konferenz erzielt wurde. Wenn aber in Kopenhagen keine Vereinbarung zustande komme, werde es einen Rückfall in dieselben alten Diskussionen geben, "die ein Handeln schon seit Jahren verhindern".

(apa/red)