Fakten von

Stars machen sich für
die Rettung der Erde stark

Leonardo di Caprio und Robert Redford beim Klimagipfel 2015

Leonardo diCapria am Welt-Klimagipfel 2015 © Bild: APA/EPA/Etienne Laurent

Roter Teppich für das Klima: Im Pariser Rathaus haben sich am Freitag Prominente wie Oscar-Preisträger Robert Redford und Schauspieler Leonardo di Caprio zusammen mit rund tausend Bürgermeistern aus der ganzen Welt für den Klimaschutz stark gemacht. Ein Klimavertrag sei "dringender denn je", sagte Redford, der sich seit Jahren für den Klimaschutz engagiert.

Die Verhandlungen in Le Bourget bei Paris verliefen jedoch weiter schleppend. Die Klima-Delegierten stünden vor einer wichtigen Wahl, sagte DiCaprio bei dem Bürgermeister-Treffen. Sie könnten sich "mit einem Abkommen zufrieden geben, mit dem sie lediglich ihr Gesicht wahren", oder mit einem "wirklichen Plan zur Rettung des Planeten" nach Hause fahren. Er appellierte an die Delegierten: "Bitte lassen Sie sich nicht von Angst und Zweifeln bremsen. Seien Sie kühn, seien Sie mutig und tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, um unseren aktuellen Kurs zu ändern."

Robert Redford am Welt-Klimagipfel 2015
© APA/EPA/Etienne Laurent

Die Bürgermeister aus Städten wie London, Sydney, Rio de Janeiro, Bamako, Brüssel und Chicago verabschiedeten in Paris auch eigene Klimaschutzziele. Sie verpflichteten sich unter anderem, spätestens 2050 ausschließlich erneuerbare Energien zu nutzen und ihre Treibhausgas-Emissionen um 80 Prozent zu senken.

"Wir sind nicht nach Paris gekommen, um Geschichte zu schreiben, sondern um die Zukunft zu gestalten", sagte der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, der mittlerweile bei der Uno für den Klimaschutz in Städten zuständig ist. Er hatte das Treffen zusammen mit der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo organisiert.

Verhandlungen kommen nur langsam voran

Bei der eigentlichen Klimakonferenz kamen die Verhandlungen über den vorläufigen Vertragstext jedoch weiter nur langsam voran. Chinas Verhandlungsführer Xie Zhenhua sagte, das Ziel, ein "umfassendes, effektives, ausgewogenes und rechtlich bindendes Abkommen" zu erreichen, sei immer noch "sehr weit entfernt". US-Chefunterhändler Todd Stern sprach dagegen von Fortschritten: "Es geht in die richtige Richtung."

Leonardo diCapria am Welt-Klimagipfel 2015
© APA/EPA/Etienne Laurent

Ziel ist, bis Freitag kommender Woche ein weltweites Klimaschutzabkommen zu beschließen, um die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Bis Samstagmittag soll dazu ein möglichst eindeutiger Vertragsentwurf vorliegen, über den dann ab Montag die Umweltminister der mehr als 190 Teilnehmerstaaten verhandeln. Um das zu schaffen, sollten die Delegierten notfalls die ganze Nacht durcharbeiten, wie einer der Verhandlungsleiter, der Algerier Ahmed Djoghlaf, sagte.

»Es geht in die richtige Richtung«

Bis Freitag gelang es den Delegierten immerhin, den Vertragsentwurf auf 38 Seiten zu kürzen. Die noch umstrittenen Formulierungen in eckigen Klammern gingen von 1.400 auf 750 zurück. Konferenzleiter Laurent Fabius forderte von den Delegierten jedoch noch mehr Bereitschaft zur Einigung. Nötig sei ein "Geist des Kompromisses", sagte der französische Außenminister.

Leonardo diCapria am Welt-Klimagipfel 2015
© APA/EPA/Etienne Laurent

Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) versprach, alles zu tun, "damit diese Konferenz zum Erfolg wird". In einer Regierungserklärung im Bundestag warb sie erneut für einen Abschied von der Kohle auch in Deutschland. "Die Zeit der fossilen Energieträger geht zu Ende, auch der Braunkohle", sagte Hendricks, die sich bereits vor einigen Tagen für einen Kohleausstieg in den kommenden 20 bis 25 Jahren ausgesprochen hatte.

Kommentare

Ich wünsche den Promis alles Gute für Ihre Mission. Die Chanchen
sind gering oder knapp bei Null. Es wird außer bla bla nichts herauskommen, dass geht wahrscheinlich so lange bis es wirklich zu spät ist.

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