Klima- & Energiefonds: Eveline Steinberger und Ingmar Höbarth als Geschäftsführer fix

Neue Geschäftsführung vom Präsidium bestellt Beide Koalitionskoordinatoren mit Wahl zufrieden

Die Geschäftsführung des Klimaschutz- und Energiefonds ist offiziell nominiert worden: Wie das Präsidium des Fonds mitteilte, fiel die Wahl nach einem Hearing auf Eveline Steinberger und Ingmar Höbarth, die gleichberechtigt die Geschäfte führen sollen. Steinberger war zuvor im Verbund tätig, Höbarth ist Gründungsmitglied von Global 2000.

Klima- & Energiefonds: Eveline Steinberger und Ingmar Höbarth als Geschäftsführer fix

Von den Koalitionskoordinatoren Umweltminister Josef Pröll (V) und Infrastrukturminister Werner Faymann (S) wurde die Wahl begrüßt: Pröll sieht in den beiden zukünftigen Geschäftsführern ein "ausgezeichnetes Führungsteam", Faymann sprach von einer "hervorragenden Wahl". Lothar Lockl, Bundesparteisekretär der Grünen, bezeichnete die Bestellung des "anerkannten, verdienten Umweltexperten" Höbarths als ein "positives Signal". Für Österreichs Klimabilanz seien eine Energiewende und ein neues Ökostromgesetz dennoch unerlässlich.

Eveline Steinberger, für die sich dem Vernehmen nach die SPÖ stark gemacht hat, begann ihre Laufbahn im Verbund als Vorstandsassistentin im Ressort für Marketing und Vertrieb. Ab 2004 übernahm sie die Leitung des Strategischen Marketing und Portfoliomanagement in der Holding des Verbund. Seit Juni 2005 war sie als Geschäftsführerin der Verbund-Austrian Power Sales GmbH für die Bereiche Marketing, Controlling und Abwicklung verantwortlich.

Ingmar Höbarth ist Umweltaktivist der ersten Stunde und Gründungsmitglied der Umweltorganisation Global 2000. Er ist Absolvent der Universität für Bodenkultur und war seit der Hainburg-Bewegung als Umweltschützer tätig. Später arbeitete Höbarth am Aufbau der Umweltorganisation Global 2000 mit und leitete diese über Jahre hinweg. Er wurde dem Vernehmen nach von Pröll favorisiert. Der Geschäftsführer der Umweltschutzorganisation, Klaus Kastenhofer, würdigte Höbarth als "Umweltaktivist aus ganzem Herzen".

Der 500 Millionen Euro schwere Klimaschutzfonds stellt auf drei Linien ab: Die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, die Forschungsförderung für klimarelevante Technologien und deren Markteinführung. Im Verkehr sollen beispielsweise flexible Gemeindebusse oder Flottentaxis unterstützt werden. Die Forschungsförderung zielt auf innovative Unternehmen mit Umwelttechnologien ab, deren Markteinführung ebenfalls mit den Fondsmitteln unterstützt werden soll. Gespeist wird der Fonds heuer mit 50 Millionen Euro und in den darauffolgenden Jahren mit jeweils 150 Millionen Euro.

(apa/red)