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Kletterpflanzen zur Fassadenbegrünung

Kletterpflanzen zur Fassadenbegrünung © Bild: Corbis

Kletterpflanzen eignen sich hervorragend zum Begrünen von kahlen Mauern und für die Gestaltung von Gärten. Das Blattwerk mindert den Lärm und bindet erhebliche Mengen an Staub und Schadstoffen. Der Einsatz von Kletterpflanzen erhöht somit die Lebensqualität in Ihrer Wohnumgebung. "die umweltberatung" stellt Ihnen in diesem Infoblatt verschiedene Kletterpflanzen vor, gibt Anregungen zur kreativen Begrünung und Tipps zum Pflanzen und Pflegen.

Selbst auf kleinstem Raum können mit Kletterpflanzen zahlreiche Effekte erzielt werden: Sie dienen als Sichtschutz, zur Begrünung, als Bienen- und Schmetterlingsweide, zur Beschattung und Abgrenzung von Bereichen. Begrünte Wände bieten Vögeln Nistplätze und Verstecke. Einige Kletterer tragen sogar wohlschmeckende Früchte.

Die grüne Klimaanlage
Pflanzen an der Fassade verbinden Haus und Garten zu einer natürlichen Einheit. Die Bausubstanz wird vor Sonne, Wind und Regen geschützt. Da zwischen Wand und Blättern ein Luftpolster entsteht, wirkt die Bepflanzung wie eine Klimaanlage. Im Sommer hält sie Sonnenstrahlen ab, nach dem Laubabwurf können die wärmenden Strahlen wieder ungehindert auf die Mauern wirken.

Die Angt vor Beschädigung hält oft davon ab, Fassaden zu begrünen. Solche Befürchtungen sind jedoch unbegründet, sofern das Mauerwerk intakt ist und die Begrünung fachgerecht ausgeführt wird. Vorsicht ist bei verschalten Wänden oder Holzfassaden geboten, da diese von den Haftorganen beschädigt werden können. In diesem Fall sollten nur Gerüst-Kletterpflanzen oder Spalierobst gepflanzt werden.

Kletterer wollen hoch hinaus
Je nach Pflanzenart kann die maximale Wuchshöhe zwischen 1,5 und 20 Metern schwanken. Der durchschnittliche Jahreszuwachs beträgt bei schwach wachsenden Arten etwa 25-50 cm, bei mittelstark wachsenden Arten 50-100 cm und bei stark wachsenden Arten 100-200 cm. Extreme Jahreszuwächse bis zu 6 Meter sind bei der heimischen Waldrebe und dem Knöterich möglich! Bedenken Sie bei der Auswahl, wie viel Fläche der Pflanze zur Verfügung steht.

Je nachdem welche "Klettertechnik" die Pflanze nutzt, werden Selbstklimmer (Haftwurzelkletterer) und Gerüstkletterpflanzen unterschieden:

Haftwurzler/Wurzelkletterer
Sie halten sich beim Klettern mit Haftwurzeln oder Haftscheiben am Untergrund fest. Beispiele sind Efeu, Wilder Wein und die Kletterhortensie. Sie brauchen keine Klettergerüste. Nur wenn die zu berankende Fläche sehr glatt ist, müssen Kletterhilfen angebracht werden. Waagrechte Drahtbespannungen in Abständen von 60-80 cm (Wandabstand 5-10 cm) reichen.

Gerüst-Kletterpflanzen

Schlinger wie z.B. Geißblatt, Blauregen oder Knöterich klettern durch windende Bewegungen ihrer Triebe und sind dabei auf eher dünne senkrecht geführte Kletterhilfen angewiesen.

Ranker wie z.B. Clematis und Weinrebe bilden spezielle Greiforgane (Sprossranken oder Blattstielranken) aus, mit denen sie sich bei Berührungsreiz an der Kletterhilfe festhalten. Sie klettern an waagrecht, senkrecht und diagonal verlaufenden Stützen hoch. Gitterartige Kletterhilfen sind für sie besonders gut geeignet.

Spreizklimmer wie z.B. Kletterrosen und Winterjasmin sind eigentlich keine Kletterpflanzen, weil sie sich mit Seitentrieben, Stacheln oder Hakensprossen an der Unterlage anklammern und verspreizen. Sie benötigen waagrecht angeordnete Stäbe oder Latten, die zusätzlich durch senkrechte Stützen verbunden und stabilisiert werden. Neu gebildete Triebe müssen immer wieder in die gewünschte Richtung geleitet und angebunden werden.

Quelle: red./dieumweltberatung