Kleinverdiener entlasten: Sozialminister Buchinger schlägt neue Negativsteuer vor

Bis zu 250 Euro monatlich für kleine Einkommen Vorstoß als Alternative zur Lohnnebenkostensenkung

Sozialminister Erwin Buchinger (S) strebt eine Negativsteuer für Niedrigverdiener an. "Das ist vorstellbar in der Größenordnung, dass Armut in der Familie ausgeschlossen wird, wenn jemand arbeitet und trotzdem so wenig verdient, dass die Familie arm wäre", erklärte Buchinger. So könne ein Steuerbonus zwischen 200 und 250 Euro monatlich kommen.

Laut dem Bericht der "Zeit im Bild" ist die Maßnahme bedarfsabhängig gedacht und soll erst ab einer bestimmten Teilzeitarbeitsleistung bezahlt werden. Derzeit gebe es bereits eine Negativsteuer - allerdings nur in Höhe von neun Euro pro Monat.

Minister Buchinger bezifferte die Kosten für die Negativsteuer mit 250 Millionen Euro jährlich. Er bezeichnete den Vorstoß als Alternative zu einer generellen Senkung der Lohnnebenkosten für Geringverdiener, die treffsicherer in Bezug auf die Armutsbekämpfung sei.

(apa/red)