Klassischer Fehlstart für Bayern München:
Hamburger SV bezwingt Meister verdient 1:0

Erst in der Schlußphase kamen Münchner auf Touren Bayern-Star Ribery fand nicht zu seiner Normalform

Klassischer Fehlstart für Bayern München:
Hamburger SV bezwingt Meister verdient 1:0 © Bild: APA/DPA/Maurizio Gambarini

Der Hamburger SV hat Titelverteidiger Bayern München zum Rückrundenauftakt der deutschen Fußball-Bundesliga mit dem 1:0-Heimsieg zwar die Grenzen aufgezeigt, durch den Fußbruch von Verteidiger Bastian Reinhardt aber nicht nur Grund zum Jubeln gehabt. "Bastian wird uns Monate ausfallen, das ist sehr bitter", sagte HSV-Coach Martin Jol, den die Personalsorgen mehr zu beschäftigen schienen als der Blick auf die Tabelle mit der zumindest kurzfristigen Spitzenposition.

"Es wird keinen Zweikampf Bayern gegen Hoffenheim geben, spätestens jetzt ist der HSV im Titelrennen", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, "und Leverkusen ist auch nicht so weit entfernt". Trotz der bitteren Niederlage gab sich Bayern-Coach Jürgen Klinsmann kämpferisch: "Das wirft uns nicht um, wir haben 16 Spiele vor uns, wo wir alle Möglichkeiten haben, aus eigener Kraft Meister zu werden."

Seine Körpersprache war aber eine ganz andere. Drei Tage nach dem 5:1-Cup-Kantersieg in Stuttgart wirkte er ernüchtert und sauer auf seine Spieler. Den für seine Verhältnisse schwachen Franck Ribery entschuldigte der ehemalige Bundestrainer mit Wadenproblemen, die fahrlässige Chancenverwertung von Miroslav Klose (66./82. Minute), Luca Toni (69.) und Bastian Schweinsteiger (3.) ärgerte ihn aber maßlos. Letzterer hatte sich den Auftritt in Hamburg ganz anders vorgestellt. "Wir haben lange kein Spiel verloren, jetzt hat es uns mal wieder erwischt. Hamburg hatte seine Chancen, trotzdem hätten wir hier gewinnen müssen", meinte der DFB-Teamspieler. Die letzte Niederlage datierte vom 27. September beim 0:1 in Hannover.
(apa/red)