Klassenerhalt wird zur Zitterpartie: ÖEHV- Team muss endlich wieder bei WM siegen!

Trainer Boni: "Mannschaft muss jetzt Eier zeigen" Linienwechsel bei Spielemachern Koch und Lukas?

Der Kampf um den Klassenerhalt wird bei der Eishockey-WM in Moskau für Österreich wie befürchtet zur Zitterpartie. Teamchef Jim Boni forderte nach der 2:5-Niederlage gegen Weißrussland, die das ÖEHV-Team in die Relegation stürzte, mehr Einsatz seiner Truppe. Gegen die drei anderen Gruppen-Vierten geht es um zwei Tickets für die WM 2008, für Tore sollen da endlich auch die beiden Top-Linien sorgen.

Drei gute Drittel (zwei gegen Tschechien und eines gegen Weißrussland) waren zu wenig, um die erste Chance zu nützen. Also geht es in die Abstiegsrunde. Für ein Ticket nach Kanada 2008 ist aber endlich wieder ein Sieg bei einer A-WM nötig.

Seit dem 24. April 2004, als Frankreich zum Auftakt in Prag mit einem groß aufspielenden Thomas Vanek 6:0 deklassiert wurde, oder 14 Partien ist eine rot-weiß-rote Auswahl in der Eliteklasse ohne Sieg.

Boni hofft, dass nun auch die zwei österreichischen Top-Linien explodieren. Die 83-er Linie Setzinger-Koch-Welser (alle 1983 geboren) und das Trio Kalt-Lukas-Trattnig gelten als rot-weiß-rote Kreativabteilung. Fünf Stürmer der beiden Linien sind noch ohne Tor und Assist, lediglich Oliver Setzinger hat mit einem Tor und einer Vorlage schon gepunktet. "Natürlich haben wir von ihnen mehr erwartet", gesteht Boni, "die Mannschaft muss jetzt Eier zeigen".

Setzinger peilt ein NHL-Engagement für die kommende Saison an, dass die Diskussionen darüber nicht förderlich waren, gesteht er ein. "Es wurde viel geredet, da schaut einer zu und dort. Das hat zu viel den Kopf zugemacht. Ich weiß, dass ich besser spielen kann", meinte der Flügelstürmer, und gab sich kämpferisch: "Jetzt ist Krieg. Wir müssen zwei Spiele gewinnen." Boni erwägt, die beiden Spielmacher der ersten und zweiten Linie, Koch und Lukas, zu tauschen.

ÖEHV-Rekordspieler Ulrich von WM abgereist
Boni kann in der Relegationsrunde jedoch nicht auf Rekord-Teamspieler Martin Ulrich setzen. Der 220-fache Teamspieler ist aus familiären Gründen aus Moskau abgereist. Für Ulrich wurde Thomas Pfeffer nachnominiert. Der 26-jährige VSV-Verteidiger wurde noch spät abend im Team-Quartier erwartet.

(apa/red)