"Klarer Trennstrich": SK Sturm distanziert sich deutlich von Ex-Präsident Kartnig

Kartnigs Verhaftung habe nichts mit SK Sturm zu tun Klub gibt keine offizielle Stellungnahme zu Kartnig ab

"Klarer Trennstrich": SK Sturm distanziert sich deutlich von Ex-Präsident Kartnig

Der Fußball-Bundesligaklub SK Sturm Graz hat sich überdeutlich von seinem langjährigen und nunmehrigen Ex-Präsidenten Hannes Kartnig, der in Graz in U-Haft sitzt, distanziert. "Für die Investoren-Gruppe rund um Präsident Hans Rinner und Finanzvorstand Christian Jauk war es eine Grundvoraussetzung des Engagements, dass ein klarer Trennstrich - vor allem in personeller Hinsicht - zur Zeit vor der Konkurseröffnung gezogen wird". Der neue Vorstand bestehe aus Personen, die vor der Insolvenz keine Funktion innehatten. "Die Verhaftung von Herrn Kartnig hat daher nichts mit dem SK Puntigamer Sturm Graz Neu zu tun", hieß es.

Der SK Puntigamer Sturm Graz werde keine offizielle Stellungnahme zu Kartnig abgeben, es handle sich um dessen reine Privatangelegenheit. "Faktum ist, dass sämtliche Voruntersuchungen, Vorerhebungen oder Zeugeneinvernahmen nur so genannte Altfunktionäre und -organe treffen", die allesamt nicht mehr ebensolche des SK Sturm seien. Der neue Vorstand werde aber schon im Interesse seiner Gläubiger bei der Aufklärung der Sachverhalte mitwirken. Nutznießer allfälliger Organhaftungsansprüche gegen Altorgane ist jedoch nicht der SK Puntigamer Sturm Graz, sondern sind ausschließlich die betroffenen Konkursgläubiger, gab der Klub in einer Aussendung bekannt.

Bekanntlich habe Sturm im Zuge des Konkursverfahrens sämtliche allenfalls bestehenden Organhaftungsansprüche an die Gläubiger, vertreten durch den nunmehr als Sachwalter bestellten Masseverwalter, die Scherbaum/Seebacher Rechtsanwälte GmbH, abgetreten. Allfällige Beträge, die auf Grund derartiger Organhaftungsansprüche geltend und einbringlich gemacht werden können, werden an die Konkursgläubiger als so genannte Superquote ausgeschüttet. Ob und inwieweit Organhaftungsansprüche sinnvoll und einbringlich seien, werde der Sachwalter beurteilen. (apa)