Klare Fronten in der Ersten Liga: Nach 1:3 gegen Mödling ist Kapfenberg Fixabsteiger

Schwanenstadt nach Sieg endgültig Vizemeister Meister LASK auch bei Schlusslicht Hartberg souverän

SV Kapfenberg hat in der 32. und vorletzten Runde der Fußball-Red Zac Erste Liga daheim gegen Admira Wacker Mödling 1:3 verloren und muss daher wie die Südstädter und Hartberg absteigen. Schwanenstadt besiegte Gratkorn dank eines Hattricks von Lukas Mössner 3:1 und steht damit als Vizemeister hinter dem LASK fest, der in Hartberg mit 4:0 triumphierte. Die drittplatzierten Leobener kassierten bei Austria Lustenau eine 0:1-Niederlage. Die Austria Amateure trennten sich auswärts vom FC Kärnten mit 1:1 und haben ebenso wie Aufsteiger Parndorf, der gegen den FC Lustenau 0:2 verlor, noch sicher den Klassenerhalt geschafft.

Lukas Mössner schoss beim 3:1 der Schwanenstädter gegen Gratkorn die Steirer fast im Alleingang k.o. Dem Stürmerass der Oberösterreicher gelangen zum ersten Mal in seiner Red Zac-Karriere drei Tore, womit er nun insgesamt 22 aufweist und ex aequo mit Ivica Vastic vor der letzten Runde im Kampf um den Schützentitel in Führung liegt. Die seit acht Runden ungeschlagenen Gastgeber schafften gleichzeitig mit ihrem zehnten Heimsieg aus eigener Kraft endgültig den Vizemeister-Titel. Die Gratkorner kassierten im Frühjahr ihre sechste Niederlage und sind nun seit vier Spielen gegen die Schwanenstädter sieglos (ein Punkt).

Mössner traf nach Flanke von Milojevic (10.) und nach einem Freistoß von Hirsch (65.) jeweils mit dem Kopf und beim 3:1 volley in die lange Ecke (86.). Panagiotopoulos, der in der sechsten Minute eine Hundertprozentige vergeben hatte, nützte in der 50. Minute einen Fehler von Krupinac zum 1:1 und hat damit auch schon 16 Tore auf dem Konto.

Kapfenberg nach 1:3 dritter Absteiger aus Erste Liga
Der SV Kapfenberg muss sich nach fünf Saisonen in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse wieder in die Regionalliga verabschieden. Nach einer 1:3 (1:3)-Heimniederlage gegen Fixabsteiger Admira Wacker Mödling sind die Steirer eine Runde vor Saisonende mit sechs Punkten Rückstand auf den neunten Tabellenrang nicht mehr zu retten. Lindner (16.), Fürthaler (26.) und Pecelj (45.) sorgten bereits vor dem Pausenpfiff für den ersten Auswärtssieg der Admira seit der 16. Runde, Liendl (32.) gelang per Elfmeter nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer.

Die Niederösterreicher erwiesen sich in einer schwachen Partie vor 950 Zuschauern als Meister der Effizienz. Aus drei Chancen erzielten die Gäste drei Tore, während die von Trainer Gregoritsch offensiv eingestellten Kapfenberger durch Tiganj (41./Latte) sowie Sencar (31./Stange, 42./Latte) dreimal Metall trafen. Bezeichnenderweise fiel das 1:2 aus einem Strafstoß, in der zweiten Spielhälfte vergaben Schönberger (80.) und Bucsek (92.) weitere Chancen auf das 2:3. Kapfenberg fiel nach der ersten Heimniederlage nach acht Spielen sogar noch hinter die zehntplatzierten Admiraner zurück.

Parndorf schaffte trotz 0:2 gegen Lustenau Klassenerhalt
Die Aufsteiger vom SC/ESV Parndorf haben endgültig den Klassenerhalt geschafft. Zwar setzte es für die Burgenländer gegen den FC Lustenau mit 0:2 (0:1) die fünfte Heimniederlage der Saison, dennoch wird Parndorf auch in der kommenden Saison in der Ersten Liga spielen, da auch Kapfenberg patzte.

Die Partie im Heidebodenstadion ließ Höhepunkte zunächst weitgehend vermissen. Auf Seiten der Hausherren war das Spiel von etlichen Abspielfehlern geprägt. Lustenau agierte mit einer soliden Defensive und kombinierte sicher im Mittelfeld. Das erste Tor des Abends fiel allerdings in Folge eines Freistoßes in der 25. Minute. Nach einem Foul von Katzler trat Harun Erbek den Freistoß. Enrico Kulovits zielte per Kopf aufs Tor, Marquinhos verlängerte ebenfalls per Kopf und fixierte die Führung für Lustenau.

Der Ausschluss von Erkinger nach Gelb-Rot in der 87. Minute machte die Hoffnungen der Hausherren auf den Ausgleich gänzlich zunichte. Eine Minute vor Schluss sorgte der eingewechselte Schöpf nach einem schnellen Konter für das 2:0. Die Vorarlberger rangieren eine Runde vor Schluss auf dem geteilten vierten Platz.

Austria Lustenau zitterte sich zu 1:0-Sieg gegen Leoben
Der SC Austria Lustenau hat sich zu einem 1:0-Heimsieg gegen den Tabellendritten DSV Leoben gezittert. Die Vorarlberger hatten nach einem umstrittenen Ausschluss gegen Bjalava (39.) mehr als eine Hälfte mit einem Mann weniger auskommen müssen, retteten sich aber den rollenden Angriffen der zuletzt zehn Runden ungeschlagenen Leobner zum Trotz über die Zeit.

Den entscheidenden Treffer hatte der erneut sehr starke Patrick Seeger bereits in der 7. Minute erzielt. Der 20-jährige Stürmer traf nach einem Alleingang zu seinem elften Saisontor ins lange Eck. Bjalava wurde daraufhin von Schiedsrichter Rothmann für einen zu schnell abgespielten Freistoß mit der Gelb-Roten Karte bedacht. In der Schlussphase musste mit Muhr auch ein Leobener vorzeitig vom Platz (89.).

Die Steirer hatten in numerischer Überlegenheit zuvor eine Vielzahl guter Chancen vorgefunden, Muhr scheiterte in der 69. Minute aber an der Latte. Vor der Pause hatte Thiago für Lustenau ebenfalls nur Aluminium getroffen (23.). Die Vorarlberger haben im eigenen Reichshofstadion damit weiterhin nur eine Saisonniederlage kassiert.

Meister LASK auch bei Schlusslicht Hartberg souverän
Der LASK hat auch sein zweites Spiel nach der Fixierung des Meistertitels in der Red Zac Erste Liga gewonnen. Der Tabellenführer setzte sich beim Schlusslicht TSV Hartberg völlig verdient und ungefährdet mit 4:0 (1:0) durch. Die Tore für die von Beginn an klar überlegenen Linzer erzielten Hoheneder (4.), Dollinger (57.), Mijatovic (60.) und Kapitän Vastic (82.).

Hoheneder markierte nach einem Dollinger-Corner im Fünfmeterraum völlig alleine gelassen per Kopf sein zweites Saisontor. Mit dem ersten hatte der 20-jährige Verteidiger vor einer Woche in Leoben in der Nachspielzeit den Meistertitel sichergestellt. Vastic besorgte mit seinem 22. Saisontor nicht nur den Endstand. Davor hatte der Führende der Schützenliste auch die Treffer von Dollinger und Mijatovic vorbereitet.

Während der LASK damit bereits seinen elften Auswärtssieg der laufenden Saison einfuhr, kassierte Fixabsteiger Hartberg seine vierte Niederlage in Folge.

(apa/red)