"Kitzbühel will ich gewinnen": Herbst hat
mit Ganslernhang noch Rechnung offen

Sieg nach zwei Ausfällen als Führender Wunschziel "Da möchte man natürlich einmal ganz oben stehen"

"Kitzbühel will ich gewinnen": Herbst hat
mit Ganslernhang noch Rechnung offen © Bild: GEPA/Oberlaender

Mit hängendem Kopf und in Gedanken mit sich alleine. So sah man Reinfried Herbst im vergangenen Jahr nach seinem Aus im Slalom von Kitzbühel. Zum zweiten Mal in Folge war der Salzburger als Halbzeitführender im zweiten Durchgang gescheitert. Zum zweiten Mal in Folge war der Sieg zum greifen nahe gewesen. Zum zweiten Mal in Folge hatte er sich in Luft aufgelöst. Nun kehrt der 32-Jährige an jenen Ort zurück, der ihn in der Vergangenheit so unsanft aus seinen Träumen gerissen hat: An den Ganslernhang. Mit im Gepäck ein Wunsch. Mehr noch. Ein Vorhaben. "Kitzbühel will ich gewinnen. Das habe ich fix in meinem Kopf verankert. Das ist ein Riesenziel", lässt Herbst im Gespräch mit NEWS.at keine Zweifel aufkommen.

Er sei bereit gewesen für einen Sieg in Kitzbühel, erzählt Herbst in Erinnerung an das letztjährige Rennen. "Aber es wollte nicht sein", denkt der Unkener an die bitteren Momente zurück. Rund 600 Anhänger seines Fanclubs hatten ihm in gelben Jacken und Shirts eine Traumkulisse bereitet. Doch eine kurze Unachtsamkeit im zweiten Lauf sorgte für ein jähes Ende. Herbst geriet in Führung liegend in Innenskilage und wurde dabei so stark aus der Balance geworfen, dass er das nächste Tor nicht mehr korrekt passieren konnte.

"Da möchte man einmal ganz oben stehen"
Ein Jahr ist seitdem vergangen. Die Enttäuschung ist verflogen, die Sehnsucht nach dem großen Triumph geblieben. "Auf das setze und hoffe ich, dass ich das die nächsten Jahre noch erreiche", meint der Slalom-Spezialist, der hinzufügt: "Kitzbühel hat ein besonderes Flair, mit den Prominenten und allem was drum herum passiert. Da möchte man natürlich einmal ganz oben stehen. Vor allem, wenn man es schon so kurz vor Augen hatte und das Gelände und der Hang einem grundsätzlich liegt."

Ein Ziel, das vorerst schwer zu erreichen sein dürfte. Denn in dieser Saison läuft es alles andere als nach Plan. Nach verpatztem Saisonstart findet Herbst nur mühsam in die Erfolgsspur zurück. Der Doppelnull von Levi und Val d'Isere folgten ein achter Platz in Zagreb, Rang drei in Adelboden und zuletzt Rang 18 in Wengen. Als Favoriten fahren andere nach Kitzbühel.

Doch das scheint für Herbst, der seit dieser Saison mit dem Infrarotkabinenproduzenten Bodytherm als Kopfsponsor unterwegs ist, weiter nicht tragisch zu sein. "Die WM-Medaille und der Kitzbühel-Sieg, das sind noch meine ganz großen Ziele", erklärt Herbst. Sollte der Knopf rechtzeitig aufgehen, ließe sich beides noch in diesem WM-Winter von der Wunschliste streichen.

Gernot Ebner

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Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel Alles Infos zum Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel:
http://www.kitzbuehel.com/de/events/topevents/detail/hahnenkammrennen/

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