"Kiss & Kill" mit Katherine Heigl und Ashton Kutcher: Eher misslungene Actionkomödie

Überbehütete Schönheit verliebt sich in US-Agenten Schlechte US-Kritiken. Plus: Selbst Trailer ansehen!

Jen Kornfeldt (Heigl) will im Urlaub mit ihren durchgeknallten Eltern an der südfranzösischen Küste ihre letzte zerbrochene Beziehung vergessen. Als der muskelbepackte Spencer Aimes (Kutcher) aus dem Hotellift lächelt, ist es um sie geschehen. Der Rest ist Heirat und ein Streberleben in einer kalifornischen Zuckerguss-Vorstadt. Jen weiß freilich nicht, dass ihr vorbildlicher Gatte für sie seine dunkle Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Und bei den 20 Millionen Dollar Kopfgeld, die auf ihn ausgesetzt sind, werden auch die besten Freunde zu Killermaschinen. So wird aus der Bilderbuchidylle für das junge Paar ein Kampf um Liebe, Leben und Tod.

Hätte mehr Potenzial gegeben
Trotz der wild konstruierten Geschichte hätte "Kiss & Kill" nicht derart misslingen müssen: Die ersten Szenen in Südfrankreich vermitteln das Jet-Set-Flair klassischer Agentenfilme, das danach völlig verloren geht. Spencers ständige Beteuerungen, immer nur die bösen Jungs gekillt zu haben, bergen ebenso satirisches Potenzial, wie die kalifornische Vorstadthölle voll blutrünstiger Nachbarn.

Eltern wirken lebendiger
Aber Regisseur Robert Luketic verliert sich in seiner zweiten Zusammenarbeit mit Katherine Heigl nach "Die nackte Wahrheit" (2009) lediglich in einer routinierten Aneinanderreihung von Actionszenen. Zwischen Heigl und Kutcher funkt es nur beim ersten Flirt, danach bleiben die Hauptfiguren glatt und in Überperfektion erstarrt wie ihr furchterregendes Umfeld. Die Nebendarsteller, allen voran die Eltern Tom Selleck ("Sicherheit ist sexy") und eine stets beschwipste Catherine O'Hara, wirken lebendiger, haben aber zu wenig Zeit, sich zu entfalten.

Schlechte Kritiken in den USA
"Killers" - so der Originaltitel - erhielt in den USA unterirdisch schlechte Kritiken. Dass der Film in Österreich ins Kino kommt, liegt wohl am Vertrauen der Verleiher in das treue Stammpublikum romantischer Komödien und in die Zugkraft der Stars, die beide auf das Genre abonniert sind. Ashton Kutchers Firma "Katalyst" hat diesmal sogar mitproduziert. Und die kürzlich aus der TV-Serie "Grey's Anatomy" ausgestiegene Katherine Heigl ist sowieso ständiges "love interest" der US-Filmindustrie. Schon im Oktober kommt mit "So spielt das Leben" (2010) ihre nächste Romanze auf die Leinwand. (apa/red)