Kirche kritisiert Abschiebungspolitik: Menschenwürde & Nächstenliebe missachtet

Bischof Schwar sieht "bedenkliche Vorgehensweise" Forderung nach Änderung geltender Gesetzeslage

Kirche kritisiert Abschiebungspolitik: Menschenwürde & Nächstenliebe missachtet

Der oberösterreichische Bischof Ludwig Schwarz hat an die Regierung appelliert, angesichts der von Abschiebung bedrohten Familien Zogaj und Zeqaj den "Druck herauszunehmen, der von Seiten des Innenministeriums und seiner Organe" auf diese Familien ausgeübt werde. Die derzeitige Vorgangsweise missachte christliche Werte wie Menschenwürde und Nächstenliebe.

Der Bischof und der Pastoralrat der Diözese Linz fordern laut einer österreichischen Tageszeitung den dauernden Aufenthalt für diese Familien als "Weihnachtsgeschenk des Staates".

"Menschenrechtlich bedenklich"
"Wir sehen im derzeitigen Vorgehen nicht nur einen Ausdruck von mangelnder Verantwortung, sondern auch eine menschenrechtlich äußerst bedenkliche Vorgangsweise". Bischof Schwarz fordert daher "eindringlich die Situation von bereits gut integrierten Familien zu lösen, wie es auch das Gesetz ermöglicht, indem ihnen ein humanitärer Aufenthaltstitel gewährt wird".

Gesetzesänderung gefordert
Da alleine in Oberösterreich rund 30 andere Familien in einer ähnlichen Situation wie die Familie Zogaj seien, fordert der Kirchenmann für die Zukunft eine Änderung der geltenden Gesetze: "Ich meine schon, dass Änderungen vorgenommen werden könnten. Vor allem im Hinblick auf das Bleiberecht. Man sollte eine größere Bereitwilligkeit bekunden, solchen Familien ein Zuhause zu geben". (apa/red)