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Kira Grünberg tritt für Neue Volkspartei an

Die ehemalige österreichische Stabhochspringerin ist im Team Kurz

ÖVP - Kira Grünberg tritt für Neue Volkspartei an © Bild: APA/HANS KLAUS TECHT

Die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg, die nach einem Trainingsunfall im Rollstuhl sitzt, kandidiert bei der Nationalratswahl für die ÖVP auf dem 10. Listenplatz sowie auch regional. Parteiobmann Sebastian Kurz stellte die junge frühere Sportlerin am Freitag bei einem Pressetermin im Sportzentrum Marswiese in Wien vor. Grünberg soll Behindertensprecherin für die ÖVP im Nationalrat werden.

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Kira Grünberg wird Behindertensprecherin der Neuen Volkspartei und will die Sicht auf Menschen mit Behinderungen ändern. Die 23-Jährige tritt auf Platz 10 der Bundesliste an. In einem Youtube-Video erklärt sie ihre Beweggründe: "Der Sport hat mir gezeigt, was ich mit einem guten Team um mich herum alles schaffen kann." In der Reha hätte sie sich ein Versprechen gegeben: "Wann und wo immer ich die Chance habe, mich für behinderte Menschen einzusetzen, nimm ich diese Chance war. Und diese Chance gibt mir eben Sebastian Kurz."

Kurz erklärte, Grünberg vor einiger Zeit kennengelernt zu haben und von ihrer "extrem positiven Lebenseinstellung beeindruckt" gewesen zu sein: "Ich habe erlebt, wie Du Menschen begeistern kannst und Mut machen kannst." Sie habe gezeigt, dass man nie aufgeben darf und die positive Einstellung behalten müsse, ebenso wie man es mit viel Anstrengung und Fleiß schaffen kann. "Ich freue mich sehr, dass Du bereit bist, zu kandidieren." Grünberg soll auf Platz zehn der Bundesliste und auch regional kandidieren. Fragen nach der regionalen Kandidatur beantwortete Kurz allerdings nicht, sondern meinte: "Lassen Sie sich überraschen." In Tirol, wo noch ein Spitzenkandidat gesucht wird, ist übrigens für heute Nachmittag eine Pressekonferenz mit Kurz angesetzt.

Bisheriger Behindertensprecher der ÖVP war Franz-Joseph Huainigg. Er habe sich entschieden, nicht mehr zu kandidieren, werde aber weiterhin "im Team" bleiben, so Kurz.

»Behinderung fängt im Kopf an, Barrierefreiheit beginnt im denken.«

Grünberg brach sich bei einem Trainingsunfall den fünften Halswirbel, als sie nicht auf der Matte landete. Der Unfall jährt sich am Sonntag das zweite Mal. Aufgrund der Querschnittslähmung sei sie nun auf Hilfe angewiesen und will ihre Erfahrung für die Politik nutzen. "Ich werde mein bestes geben", um ein Umdenken bei den Menschen zu schaffen, "weil Behinderung fängt im Kopf an, Barrierefreiheit beginnt im denken." Menschen mit Behinderung würden oft unterschätzt: "Aber wir haben viel Energie und schauen positiv in die Zukunft. Wenn man Menschen mit Behinderung das Leben leichter macht, können sie viel bewegen, auch wenn sie sich selbst gar nicht so viel bewegen können."

Niemals aufgeben

Die frühere Sportlerin kritisierte die Bürokratie bei der Fördervergabe, diese soll durchforstet werden. Oft sei man kurz davor, aufzugeben, weil der Aufwand zu groß sei, gab sie zu bedenken. Konkret schlägt Grünberg etwa vor, dass eine Online-Plattform für mehr Übersichtlichkeit erstellt wird. Sie wolle sich zwar auch für den Sport einsetzen, im Nationalrat will sie sich jedoch auf den Gesundheitsbereich konzentrieren und für Menschen mit Behinderung ein Sprachrohr sein. In ihrer aktiven Zeit sei sie zwar eine Einzelsportlerin gewesen, jedoch auch die Arbeit im Team gewohnt, erklärte sie weiters. Sie sprach sich weiters dafür aus, dass Schulen enger mit Sportvereinen zusammenarbeiten. Auch Kurz bekräftigte, dass in der Bürokratie oft viel Geld verloren wird. Durch Kompetenzenbereinigung könnte den Menschen viel erspart werden und das Geld dort ankommen, wo es gebraucht wird.