Ibiza-Affäre von

Kinofilm über Strache

 Philippa Strache und Heinz-Christian Strache © Bild: APA/ROBERT JAEGER

Der Autor Gabriel Barylli dreht einen Film über den ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Dabei soll nicht nur der Aufstieg und Fall des Politikers gezeigt werden, sondern auch Strache als Privatmensch.

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Der über die Ibiza-Affäre gestolperte FPÖ-Vizekanzler wird zum Filmstar: Barylli dreht eine Doku über seinen Freund. Unter dem Titel "Ein Jahr mit HC Strache" wird es um Aufstieg und Absturz des Freiheitlichen, aber auch sein Privatleben gehen. Im heurigen November soll der Streifen in die Kinos und dann ins TV kommen, wie die Tageszeitung "Österreich" berichtete.

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Die Dreharbeiten dafür haben 2018 begonnen, als Strache noch Vizekanzler und Parteichef war. Dass er mit dem - in den 1990er-Jahren mit dem Roman "Butterbrot" höchst erfolgreichen - österreichischen Autor und Regisseur befreundet ist, teilte Strache im Juli via Facebook mit: Da berichtete er von einem Treffen und "tiefsinnigen Gesprächen" mit Barylli auf Ibiza. "Die Kulisse für den nächsten spannenden Film hätte der Regisseur bereits", teaserte er offenbar die Doku - mit einem gemeinsamen Foto am Meer - an.

Barylli bekennt sich

Ende August kam dann Baryllis Bekenntnis: Im Magazin "News" zeigte er sich höchst besorgt über eine drohende Islamisierung und "'kulturelle Übernahme unseres Landes": "Der Islam ist keine Religion, sondern eine politische Agenda, die sich den Mantel der Religion umgehängt hat", meinte er - und lobte die Asylpolitik des ungarischen Premiers Viktor Orban sowie Straches, zu dem "über die Jahre" freundschaftliche Nähe entstanden sei. Öffentlich in Diskussion war zuletzt vor allem Baryllis Frau Sylvia Leifheit - mit freizügigen Fotos im "Playboy". Die erklärt Barylli selbst als Protest gegen "Übergriffe durch Männer mit Migrationshintergrund".

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Ibiza-Affäre: Ermittlungen wegen Informationsweitergabe

In der Causa Ibiza gibt es unterdessen Ermittlungen wegen der Weitergabe von Informationen. Konkret sind zwei Fälle betroffen, wie die "Presse" berichtet. Einerseits geht es um die Weitergabe von vertraulichen Informationen aus dem Ibiza-Akt an die Wochenzeitung "Falter", andererseits um angebliche Informationsübermittlung an das von der Liste Jetzt betriebene Magazin zackzack.at. In zweiterem Fall erhebt einer der Beschuldigten in der Affäre, der Obmann des Vereins Austria in Motion, über den Spenden für die FPÖ gesammelt worden sein sollen, Vorwürfe in Richtung der Soko Ibiza, die im Auftrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft tätig ist. Seinen Angaben zu Folge hat nämlich bereits am Tag nach seiner Einvernahme zackzack.at Anfragen bei Klienten getätigt, die sich auf seine Aussagen bei den Ermittlern bezogen. Eine Anzeige deswegen ist in Vorbereitung.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bezüglich der vermeintlichen Informationsweitergabe an den "Falter" laufen dagegen schon seit Ende Juli. Hier will die StA Wien nun von der WKStA wissen, welche Personen bei der Behörde Zugriff auf den Ermittlungsakt gehabt haben und welche Polizeieinheit bei den Untersuchungen tätig ist.