Kindesentziehung in Graz von

Wer half dem Vater?

Steirische Behörden auf Suche nach Helfer. Mutter fürchtet Traumatisierung.

Kindesentziehung in Graz - Wer half dem Vater? © Bild: APA/REPRO SIEGFRIED ULLRICH/PRIVAT

Im Fall der Grazer Kindesentziehung sind die Behörden auf der Suche nach dem Helfer des Vaters. Der noch unbekannte Mann hatte die Mutter festgehalten, während ihr Sohn in ein Auto gepackt wurde.

Der 40-jährige Däne hatte der Frau den gemeinsamen fünfjährigen Sohn entrissen und nach Dänemark gebracht. Die polizeilichen Ermittlungen schließen jenen unbekannten Mann mit ein, der die Mutter festhielt, während der Vater den Buben in ein Mietauto geschafft hatte. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, sagte, dass die Mutter den Helfer ihres Mannes bei der Kindesentziehung nicht wirklich erkannt habe. Man werde sich diesbezüglich an die dänischen Behörden wenden, allerdings werde über die Osterfeiertage nicht viel geschehen. Sowohl dänische als auch österreichische amtliche Stellen hatten bereits am Donnerstag versichert, in der Sache keinen unnötigen Druck aufzubauen.

Vater rechtfertigt Dramatik
Der Vater versuchte unterdessen, die dramatischen Szenen zu rechtfertigen. Um eine "Entführung" habe es sich keinesfalls gehandelt, meinte er auf eine entsprechende Frage des dänisches Privatsenders TV2. Allerdings sei es "natürlich" nötig gewesen, die Mutter zurückzuhalten, dies habe sein Begleiter getan. "Natürlich gab es eine gewisse Dramatik", räumte der Däne ein. Die Mutter sei "erschrocken" gewesen und habe geschrien, dies habe wiederum den Buben erschreckt. "Er fragte: 'Was passiert da?', und ich habe ihm ruhig erklärt, dass seine Mutter erschrocken sei, weil wir da waren - weil sie damit nicht gerechnet hatte. Mehr war nicht dabei." Das Kind habe keinesfalls unter der Situation gelitten - "ganz im Gegenteil", versicherte der Vater einmal mehr. "Oliver geht es super, er war froh, als wir zu Hause waren und auch auf der Reise guter Dinge."

Mutter befürchtet Trauma
Die Mutter des Fünfjährigen sagte in einem Interview mit ORF Steiermark am Donnerstagabend, sie sei in Dänemark allein erziehende Mutter mit einem 40-Stunden-Job gewesen und sie habe sich "eben für mich und meinen Sohn entscheiden" müssen: "Was ist das Beste für unsere Zukunft?" Sie fürchte auch, ihr Sohn könnte durch die Aktion des Vaters traumatisiert worden sein. Der Bub habe gesehen, wie seine Mutter von einem ihm fremden Mann festgehalten worden sei, und sie daran hinderte, zum Buben zu gelangen, und wie sie geschrien habe.

Widersprüchliche Gerichtsentscheide
Kern des Konflikts sind zwei widersprüchliche Gerichtsentscheide: Mutter und Kind hatten rund eineinhalb Jahre in Österreich gelebt. In Dänemark wurde dem Vater die Obsorge zugesprochen, und zwar im Vorjahr, in Österreich der Mutter. Der Vater beruft sich naturgemäß auf den dänischen Rechtsspruch. Er ist medial seit längerem aktiv, hatte bereits im Vorjahr seinen Fall im Fernsehen dargelegt und in den vergangenen Tagen mehrere TV-Interviews gegeben.

Kommentare

Kern des Konflikts Kern des Konflikts sind nicht zwei widersprüchliche Gerichtsurteile, sondern zwei unvernünftige Eltern, die nicht in der Lage sind, eine für alle erträgliche Lösung herbeizuführen.

wann hatte der vater nun das sorgerecht? dieses vertuschen mit zweideutigen aussagen und im *vorjahr* nerven irgendwie und werfen ein schlechtes licht auf die mutter
bedeutet im *vorjahr in at der mutter* dass die mutter das sorgerecht entzogen bekam nachdem sie (wohl unabgesprochen) mit dem kind nach at ging? es gibt sehr sehr viele alleinerziehende mütter mit 40 std jobs, wo der vater unterhalt zahlt und besuchsrecht hat-was bedeutet das?
hier wird meiner ansicht nach mit aller gewalt versucht den vater als bösen dastehen zu lassen
meine theorie
es gab geteiltes sorgerecht, die mutter hatte keine lust auf dänemark und schnappte das kind und ging *nachhause* ohne das vorab alles ORDENTLICH zu klären-jeder vater geht da zum richter-sie wieder zuhause, nutzte die situation und liess sich das allein sorgerecht geben...

Seite 1 von 1