Kinderspielzeug ist vielleicht gefährlich: Giftige Komponenten & verschluckbare Teile

NEWS LEBEN: Sicherheit für unsere lieben Kleinen Schützen Sie Ihre Kinder vor unliebsamen Spielzeug

Kinderspielzeug ist vielleicht gefährlich: Giftige Komponenten & verschluckbare Teile

Ein zu hoher Bleiwert in der verwendeten Farbe war der Grund dafür, dass der Spielzeugriese Mattel die größte Rückrufaktion der Firmengeschichte starten musste. Ein Vorfall, der verunsichert. Für den Konsumenten ist es jedoch schwierig, unbedenkliche von potenziell schädlichen Produkten zu unterscheiden. NEWS LEBEN gibt hilfreiche Ratschläge.

Abwaschen hilft. „Alles, was das Kind eventuell in den Mund nehmen könnte, sollte man vorher reinigen“, empfiehlt Ing. Konrad Brunnhofer vom Verein für Konsumenteninformation. „Vieles lässt sich im Geschirrspüler oder in der Waschmaschine waschen und danach unter fließendem Wasser spülen. Damit kann man schon zahlreiche Schadstoffe stark reduzieren.“ Gebrauchtes Spielzeug hat in dieser Hinsicht durchaus Vorteile: Es ist vielleicht nicht mehr so ansehnlich, aber deutlich schadstoffärmer.

Verschlucken
Die zweite, oft unterschätzte Gefahr besteht im Verschlucken von Kleinteilen. Brunnhofer: „Alle Produkte, die sich in Teile von schluckbarer Größe zerlegen lassen, gehören nicht in die Hände von Kleinkindern. Meistens gibt es entsprechende Hinweise auf der Spielzeugverpackung.“ Spielzeug für Kinder unter drei Jahren muss strengeren Anforderungen gerecht werden (z. B. speichelechte Farben, Bruchfestigkeit, keine Kleinteile) – achten Sie daher immer auf die Altersangaben!

Geprüfte Qualität
Gerade bei Spielzeug sollte man auf die Gütesiegel achten. Folgende Kennzeichnungen stehen für bedenkenlosen Spielspaß:

-) „spiel gut“: Die runde, rote Plakette bedeutet, dass das Produkt von Fachleuten getestet wurde, dass es sicher, langlebig und darüber hinaus auch pädagogisch wertvoll ist.

-) GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit): Das Produkt hält sich an die im Land vorgeschriebenen Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen, es wurde von einer unabhängigen Stelle überprüft. Meist steht sogar dabei, welche Prüfstelle es war.

-) Eine Kennzeichnung, die man auf allen Spielsachen findet, ist das CE-Zeichen. Jedes Spielzeug, das innerhalb der EU verkauft wird, muss dieses Zeichen tragen, der Hersteller erklärt damit, dass er bei dem Produkt die gültige Europa-Norm eingehalten hat. Das liegt allerdings in seiner eigenen Verantwortung, wird nicht durchgängig überprüft, und es gibt immer wieder schwarze Schafe. Da Spielzeug
aber dem Lebensmittel- und Verbraucherschutzgesetz unterliegt, werden regelmäßig Stichproben genommen und von der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, geprüft.

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