Kinderschänder blieb der Knast erspart:
Polizei nimmt Erich F. nun erneut fest

Wiener Neustädter soll Kinderpornos gedreht haben Ermittler stellen in Wohnung Fotos und Videos sicher

Kinderschänder blieb der Knast erspart:
Polizei nimmt Erich F. nun erneut fest © Bild: BPD Fahndungsfot

Der 46-jährige Erich F. aus Wiener Neustadt hat sich in zahlreichen Inseraten als Privatlehrer und Kindermasseur angeboten, jetzt steht er laut Polizei im Verdacht, Kinderpornos angefertigt und mit Jugendlichen gegen Entgelt sexuelle Handlungen durchgeführt zu haben. Die Polizei hat den Mann festgenommen. Erich F. sitzt in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Wiener Neustadt, bestätigt Staatsanwaltssprecher Erich Habitzl. Der Mann war bereits 2008 zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden, musste diese aber wegen einer Persönlichkeitsstörung nicht antreten.

Bei einer Hausdurchsuchung am 2. Mai haben die Ermittler in der Wohnung des 46-Jährigen zahlreiche Datenträger mit Kinderpornos und Fotos sichergestellt, wie das Landeskriminalamt Niederösterreich in einer Pressemitteilung bekanntgab. Die Auswertung des Materials habe ergeben, dass der Festgenommene die Kinderpornos selbst produziert haben dürfte.

Aufmerksam wurde die Polizei auf Erich F. durch eine anonyme Anzeige, die bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt einging. Ob gegen den 46-Jährigen Anklage erhoben wird, ist derzeit noch unklar. "Die Ermittlungen laufen noch", sagt Staatsanwaltssprecher Habitzl.

Gegen den Mann aus Wiener Neustadt hat die Polizei schon einmal ermittelt: Im Oktober 2008 sei Erich F. wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und versuchter Vergewaltigung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, berichtet der Sprecher des Landesgerichts Wiener Neustadt, Hans Barwitzius, gegenüber dem "Kurier". Die Strafe wurde im Sommer 2009 zwar rechtskräftig, dem Mann sei aber wegen einer organisch bedingten Persönlichkeitsstörung Haftunfähigkeit attestiert worden, so Barwitzius. Ein neues Gutachten soll aufgrund der aktuellen Verdachtsmomente klären, ob nun eine Haftfähigkeit gegeben ist oder nicht.

Die Polizei hat ein Fahndungsfoto veröffentlicht und bittet mögliche Zeugen bzw. Opfer um Hinweise an das Landeskriminalamt Niederösterreich (Standort Mödling) unter der Telefonnummer 059133/ 30–3336.

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Kurier

(red)