Ermittlungen von

Kinderporno: 63 Beschuldigte in Österreich

Die Ermittlungen des in Kanada aufgedeckten Rings ziehen auch bei uns Kreise

Ein Kanadier soll weltweit Konsumenten mit kinderpornografischem Material versorgt haben. Bei einer internationalen Polizeiaktion namens "Operation Spade" (Spaten) wurden Zug um Zug 341 Personen festgenommen. 63 Beschuldigte stammen aus Österreich, sie wurden auf freiem Fuß angezeigt, so Bundeskriminalamtssprecher Mario Hejl zur APA. Die Ermittlungen laufen seit drei Jahren.

Insgesamt wurden bei der weltweiten Aktion 341 Personen in Gewahrsam genommen, 386 Kinder wurden als Opfer identifiziert. Die Fotos und Filmen dürften vor allem in Osteuropa angefertigt worden und dann von dem 42-Jährigen in den USA, Kanada, Australien und vielen anderen Ländern, darunter eben auch Österreich, verkauft worden sein, so die Polizei in Toronto. Gegen den Mann wurde seit 2010 ermittelt, er wurde im Mai 2011 festgenommen.

Daraufhin übermittelten die kanadischen Behörden im Zuge der "Operation Spade" auch den Ermittlern in Österreich die IP-Adressen jener Computer, die kinderpornografisches Material von dem Server des Kanadiers runtergeladen hatten. Bei Hausdurchsuchungen, die Zug um Zug und nicht wie zunächst berichtet zeitgleich stattfanden, wurden die 63 Österreicher ermittelt. Die Männer im Alter von 22 bis 67 Jahren stehen im Verdacht, tausende Dateien gegen Geld auf ihre Festplatten geladen zu haben.

Großteil der Verdächtigen aus Wien

24 Verdächtige stammen aus Wien, 13 aus Oberösterreich, jeweils sechs aus Niederösterreich und Tirol, je vier aus Salzburg und Kärnten sowie je zwei aus dem Burgenland, der Steiermark und Vorarlberg. Insgesamt sind in Österreich 2.300 Datenträger, Festplatten und DVDs mit kinderpornografischem Material bei den Beschuldigten sichergestellt worden. Dabei handelte es sich um 300.000 kinderpornografische Dateien. In Österreich übernahmen Beamte des Bundeskriminalamtes (BK) sowie der Landeskriminalämter die Hausdurchsuchungen.

Das sichergestellte umfangreiche kinderpornografische Material muss nun ausgewertet werden. Die Erhebungen sind laut BK-Sprecher Hejl noch im Gange. Von den 63 österreichischen Beschuldigten waren schon mehrere Männer den Behörden einschlägig bekannt.

Die Ermittlungen begannen im Oktober 2010. Beteiligt waren Polizeieinheiten vor allem aus den USA, aber auch aus Australien, Mexiko, Spanien, Südafrika, Hongkong, Irland, Norwegen, Griechenland oder Gibraltar. Fahndern in mehr als 50 Ländern seien die Ermittlungsergebnisse der "Operation Spade" zur Verfügung gestellt worden.

Kommentare

Pfadfinderführer, kath. Geistliche, Lehrer, Polizisten.......laute sogenannte Respektspersonen. Pfui Teufel. Wahrscheinlich wird denen nicht viel passieren. Abschneiden oder chem. Behandlung wäre noch das Mindeste. Und Aufnahme in eine öffentliche Sexualstraftäterdatei.

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