Kontroverse von

Artikel über Kindererziehung
löst einen Shitstorm aus

"Presse"-Redakteur erntet auf Twitter und Co. jede Menge Kritik

Ein Mädchen steht barfuß auf einer Kellertreppe. © Bild: Thinkstock

Muss Strafe sein? Die Frage nach den geeigneten Erziehungsmaßnahmen für Kinder ist keine einfache. Ein kontroverser Artikel in der Tageszeitung "Die Presse" zu diesem Thema hat nun in den sozialen Medien einen Shitstorm ausgelöst.

Kommentare

jaja, keine watschn geben dürfen und den fratzen dann nicht mehr herr werden. man merkt ja wie verblödet sich die meisten jungendlichen aufführen und null respekt haben, wovor soll er auch, er kann ja machen was er wil. am besten ist die situation in den schulen, zuerst haben die deppen von lehrer gegen die watsche mobil gemacht und nun kacken ihnen die fratzen auf die rübe. selten so gelacht und die jenigen die dagegen sind, ich hoffe ihr bekommt vor lauter gut sein nicht mal eines von so einem ausgeklinkten fratz eine aufs maul dann werdet ihr event. wieder normal denken ...........

Jaja, gewaltfreie Erziehung und kalorienfreie Nahrung. Schon im Begriff "ErZIEHung" steckt Gewalt. Wenn ich etwas ziehe, übe ich Gewalt auf etwas auf, worauf dieses dem Zug folgt. Jetzt kann man höchstens darüber diskutieren, welche Art von Gewalt und welche Intensität angebracht ist. Da das "nötige Ausmaß" aber von konkreten Umstand abhängt, sind Pauschalaussagen wie "Ohrfeigen sind gut" oder "Ohrfeigen sind schlecht" vielleicht plakativ, aber sinnlos. Wohlgemerkt, auch schon ein "schiefer Blick" ist Gewalt (nämlich psychische), wenn er zu einer Verhaltensänderung führt.

Gewalt ist in sozialen System ubiquitär. Wenn eine Erziehung den Sinn hat den Betroffenen auf "die Welt" vorzubereiten, dann ist es grob fahrlässig, das Kapitel auszusparen. Man erspart dem Betroffenen damit nichts, sondern es ist umso schutzloser der Gewalt (Gewalt in der Beziehung, zwischen Kollegen oder auch Staatsgewalt) ausgesetzt.

Somit sehe ich in der pauschalen Ablehnung von jeglicher Gewalt weniger ein Bekenntnis zum nachhaltigen Schutz der Betroffenen, sondern ein Bekenntnis zur Feigheit, dieses "unschöne" Kapitel in der Erziehung selbst anzugehen. So nach dem Motto "der Betroffene soll/wird es auch so lernen", soll doch jemand anderer diesen unschönen Part übernehmen.......

Also: Schutzlose zum Abreagieren verprügeln, ist natürlich verwerflich. Aber Erziehung ist mehr als nur beim Entwickeln zusehen.

brabus melden

Gewalt ist nirgendwo ein taugliches Mittel der Erziehung oder Bestrafung, schon gar nicht bei Kindern. Aber all diejenigen die nun einen Aufschrei der Empörung losgelassen haben sorgen hoffentlich auch dafür, dass Kinder in ihrem Einflußbreich sich anderen Kindern gegenüber gewaltfrei verhalten. Oder wie kommt es sonst, dass Kinder die keine Bestrafung kennen nur zu oft die höchste Gewaltbereitschaft haben ?

Tavington melden

blödsinn.

higgs70

Wie auch immer,der Artikel ist Schmarrn und die Conclusio,dass Gewaltfreiheit in der Erziehung ein infantil-romantischer,militant-pazifistischer(!) ( häh?..das soll mir mal bitte einer vorhüpfen) Irrglaube sei, ohnehin ein rhetorisch wie logischer Doppelsalto mit anschließendem Bauchfleck.
Er scheints mittlerweile bemerkt zu haben,möge er noch ein Weilchen darüber nachdenken.

Peter Grolig melden

Wenn man die Gören heute so beobachtet, dann muss man dem Autor mehr als Recht geben.

daphne5 melden

Ist wohl nicht gelungen, Vernunft in sie hineinzuprügeln!
Kinder lernen vor allem durch Vorbilder und wenn uns nicht gefällt, wie sie geworden sind, sollten wir die Schuld bei uns selber suchen.

Oberon
Oberon melden

Sind Menschen tatsächlich so leicht zu beeinflussen, weil sie ein Artikel gleich aus der Bahn wirft? Egal, was ein Redakteur schreibt, welche Meinung er hat, was er gut oder schlecht findet, ich lese es und das war's. Gegen Manipulation oder Meinungsmache habe ich sehr gute Antennen - zum Glück.

Oberon
Oberon melden

Korr.: Soll heißen "für Manipulation und Meinungsmache..."

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