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Warum Kim Jong-un alle Handynummern ändern lässt

Die Vorwahl des nordkoreanischen Mobilfunkanbieters Koryolink lautet künftig 1912

Kim Jong Un © Bild: REUTERS/KCNA

Nordkoreas Diktator Kim Jong-un lässt in seinem gesamten Reich die Mobilfunknummern ändern. Das Land hat insgesamt 25 Millionen Einwohner, mehr als jeder Zehnte davon besitzt ein Handy - und bekommt nun eine extra Nummer.

Künftig lautet die Vorwahl des nordkoreanischen Mobilfunkanbieters Koryolink 1912 , schreibt "bild.de". Das ist das Geburtsjahr von Kim Il-sung, Jong-uns Opa. Dieser hatte den Staat gegründet und verstarb 1994.

Sein Enkel ist angeblich fest davon überzeugt, dass sein Opa von Gott gesegnet war, denn der "Ewige Präsident Nordkoreas" habe nicht nur das Wetter beeinflusst sondern sei auch nie auf die Toilette gegangen. Zudem besiegte er japanische Besatzer quasi im Alleingang. Das besagt die Familien-Sage, die im Land propagiert wird.

Kim Il - Sung
© imago/Mauersberger Kim Il-sung (1912-1994)

Also Il-sung 1994 verstarb, wurde erzählt, dass Tausende von Kaninchen vom Himmel geschwebt seien, die Kims Überreste Richtung Himmel mitnehmen wollten. Doch diese sahen die Nordkoreaner laut weinen und sich die Haare ausreißen und gewährten ihnen eine Abschied von zehnt Tagen. Erst dann nahmen sie den Staatsgründer mit, um ihn an einen himmlischen Platz auf Erden zu bringen.

Teures Telefonieren

Das Telefonieren kommt den Nordkoreanern übrigens ganz schön teuer. Sie zahlen ein Fünftel des durchschnittlichen Jahresgehaltes, dürfen nicht ins Ausland anrufen und an der Landesgrenze ist sowieso Schluss mit Telefonieren.

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