Happy Birthday von

Kim Basinger wird 60 Jahre alt

Erotik-Ikone und Charakterdarstellerin hat in Hollywood so ziemlich alles erreicht

Happy Birthday - Kim Basinger wird 60 Jahre alt

Ausgerechnet die Diva, die Schauspielerin, das Model, das Sexsymbol war als Kind außergewöhnlich scheu: Kim Basinger, obwohl Tochter eines Musikers und einer Schauspielerin, hätte als Kind wohl niemand eine Karriere als Weltstar zugetraut. Doch sie verdrehte Kinozuschauern ebenso den Kopf wie Filmkritikern und lebte, privat wie beruflich, mit vielen Höhen und Tiefen. Am Sonntag wird sie 60.

Dem Vater habe sie es nie recht machen können, sagte Basinger, deren ganzer Vorname Kimila lautet, einmal. Aber die Mutter, selbst Model und eine von Esther Williams' Schwimmerinnen aus den Revuefilmen der Vierziger, schickte schon die Dreijährige zum Ballett und unterstützte später auch die ersten Schritte der gerade 16-Jährigen als Model. Mit Erfolg. Erst gewann Kim einen Schönheitswettbewerb im heimischen Athens, dann wurde sie sogar "Junior Miss Georgia", und als sie schließlich ihr Studium schmiss, verdiente sie schon bis zu 1.000 Dollar am Tag. Zum Vergleich: Das Durchschnittseinkommen lag bei 7.000 Dollar - im Jahr!

Aber sie mochte den Job nicht. Er schnüre ihr die Luft ab, sagte sie später. Also nahm sie Schauspielunterricht und zog nach Los Angeles. Was bei Tausenden jungen Frauen in Kellnerinnenschürzen oder Zimmermädchentracht endet, wurde bei ihr zum Erfolg. Zwar gab es eine Durststrecke mit Dutzenden Nebenrollen. Doch dann kam Bond.

Ihr Schauspiel-Durchbruch

Bondgirls sind jung, schön, schnell berühmt - und noch schneller vergessen. "Domino" an der Seite von Sean Connery in "Sag niemals nie" war 1983 hingegen ein Durchbruch. Die blonde Amerikanerin mit den sinnlichen Lippen sah nicht nur gut aus, sie konnte sogar spielen. Beim nächsten Film, "Der Unbeugsame" mit Robert Redford, bekam Basinger eine Golden-Globe-Nominierung. Und bevor sie 1989 in "Batman" spielte, war da noch der Erotikstreifen "9 1/2 Wochen" - kulinarische Liebesspiele inbegriffen.

Dann ging es bergab...

Erfolgreich, schön und dann auch noch 1993 eine Traumhochzeit mit dem Kollegen Alec Baldwin - was sollte da noch schiefgehen? So ziemlich alles! Die Hauptrolle in "Basic Instinct" schlug sie aus - und machte so Sharon Stone zum Star. Investitionen erwiesen sich als Reinfall und Basinger musste Konkurs anmelden. Und der Traum mit Baldwin ging so kräftig daneben, dass er noch heute als Musterbeispiel für eine gescheiterte Hollywoodehe gilt. Nach zehn Jahren war die Ehe vorbei, doch der Rechtsstreit ging fast noch einmal so lange.

1998 traten beide zusammen auf - allerdings nur gezeichnet bei den Simpsons. "Sie sind Kim Basindscher!", ruft Homer begeistert. "Es heißt Ba-sing-er", korrigiert sie. "Ich bin ein Riesenfan, Miss Basindscher!". In der selben Folge ärgert sie Noch-Ehemann Baldwin mit ihrem Oscar. Den hatte sie ein paar Monate vorher für ihre Rolle als mysteriöse Schöne in "L. A. Confidential" bekommen.

Nach dieser letzten Rolle als Femme fatale spielte sie etwa die Mutter von Rapper Eminem in "8 Mile", die von Zac Efron in "Wie durch ein Wunder", oder die von Charlize Theron in "Auf brennender Erde". Als First Lady in "The Sentinel" hat sie eine Affäre mit Michael Douglas.

Zeiten in der ersten Riege der Hollywood-Stars sind vorbei

Kim Basingers Zeiten in der ersten Riege der Hollywood-Stars sind vorbei. Aber sie hat sich längst als Charakterdarstellerin profiliert und erregt jetzt nicht mehr mit der blonden Mähne Aufsehen, sondern mit gekonntem Spiel. Im Sommer drehte sie sogar in Hamburg. Ihr größter Stolz, sagte sie einmal, sei aber Tochter Ireland. Die ist mittlerweile 1,85 Meter groß und gerade 18 geworden. Seit ein paar Jahren hat sie schon einen festen Job: Als junges Model, ganz wie die Mutter vier Jahrzehnte zuvor.

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