Kiffen beeinträchtigt die Gehirnentwicklung:
Besonders Unter-18-Jährige sehr gefährdet

Cannabiskonsum erhöht das Risiko für Schizophrenie Produkte weisen heute höhere THC-Konzentration auf

Kiffen beeinträchtigt die Gehirnentwicklung:
Besonders Unter-18-Jährige sehr gefährdet

Der Konsum von Cannabis birgt vor allem für Jugendliche beträchtliche Gefahren. Die Fachwelt ist sich inzwischen einig, dass die Droge das Risiko für die Entstehung einer Schizophrenie erhöhe. Diese Erkenntnis ist relativ neu. Noch Mitte der 90er Jahre hätten viele Experten die Cannabisprodukte Haschisch und Marihuana nicht für gesundheitsschädlich gehalten.

Gefährlich ist der Konsum besonders vor dem 18. Lebensjahr, in dem das Gehirn sich noch entwickelt, betont Hannelore Ehrenreich vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin. Beat Lutz von der Universität Mainz erläutert, gerade während dieser Zeit kann es zu "permanenten Fehlverschaltungen" im Gehirn kommen. Der Forscher warnt auch vor dem Rauchen von Cannabis in der Schwangerschaft. Dies kann die Hirnentwicklung des Fötus verheerend schädigen.

Joints werden immer stärker
"Auch im Erwachsenenalter ist diese Substanz nicht unproblematisch", fügt er hinzu und verweist darauf, dass Cannabisprodukte heute wesentlich höhere Konzentrationen des Wirkstoffs THC enthalten als noch vor einigen Jahren.

Der Psychiater Peter Falkai von der Uniklinik Göttingen sagt, dass Drogen bei 30 bis 50 Prozent der Patienten, die stationär mit einer Psychose aufgenommen würden, nachweisbar seien. Studien zufolge haben 20 bis 40 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 24 Jahren bereits Erfahrungen mit Cannabis gemacht. Dieser Anteil stagniert seit einigen Jahren, so Ehrenreich. (apa/red)