Fitness-Tipp von

Gewicht verlieren mit dem Kick?

Volker Piesczek © Bild: Matt Observe/News

Der Puls schnellt in die Höhe, und ich spüre, wie mein Blutdruck steigt. Plötzlich bin ich hellwach. "Spring, Papa!", ruft mein ältester Sohn, Benjamin, aus dem Wasser zu mir herauf. Er ist gerade aus zwölf Metern mit einem Jubelschrei in die Tiefe gesprungen. Auch mein jüngerer Sohn Sebastian, der Knirps ist gerade neun, legt nach: "Ich bin ja auch gesprungen." Und plötzlich muss ich lachen. Was wir alles machen im Urlaub! Canyoning, Tandemfliegen, Klippenspringen. Adrenalin pur. Demzufolge müsste ich allein schon wegen des Adrenalins im Körper danach um drei Kilo leichter sein - zumindest hat das ein Freund von mir behauptet.

Nicht nur das Herz-Kreislauf-System kommt dabei in Gang, sondern in der Leber werden durch den Botenstoff auch Fettreserven angezapft. Also springe ich. Abnehmen im Flug, denke ich noch, und schon knalle ich aufs Wasser. Mein Hintern brennt, aber natürlich lasse ich mir nichts anmerken. Doch die Sache mit dem Abnehmen durch den Adrenalinkick interessiert mich. Ich frage bei einem Sportwissenschaftler nach. Das Ergebnis: Die Wirkung ist zu gering, um dadurch überschüssiges Fett loszuwerden. Außerdem wird man, nachdem der Körper dieses Hormon ausgestoßen hat, sehr müde. Schließlich war es eine Stresssituation. Und wenn Sie nun gedacht haben: "Cool, da schau ich mir einfach ein paar Horrorfilme an und verliere an Gewicht", muss ich Sie also leider enttäuschen.