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Khamenei: US-Sanktionen sollen Iraner aufhetzen

Iranische Landeswährung verlor deutlich an Wert

Der oberste geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat den USA vorgeworfen, durch Druck auf die Wirtschaft die Iraner gegen ihre Führung aufbringen zu wollen. "..aber das haben schon sechs US-Präsidenten vor ihm versucht und mussten aufgeben", sagte Khamenei laut seiner Internetseite am Samstag.

Khamenei äußerte sich vor dem Hintergrund der neuen Sanktionen der US-Regierung, die nach dem Rückzug aus dem Atomabkommen in den kommenden Monaten in Kraft treten sollen. Auch der iranische Präsident Hassan Rouhani hatte bereits die neuen Strafmaßnahmen als Teil eines psychologischen, wirtschaftlich und politischen Krieges der USA kritisiert und den Iranern trotz der Sanktionen eine Sicherung der Grundversorgung zugesagt..

Die bevorstehenden Strafmaßnahmen hatten zuletzt eine Flucht iranischer Sparer aus dem einheimischen Rial und eine deutliche Abwertung der Landeswährung ausgelöst. Die USA haben das 2015 in Wien geschlossene Atomabkommen mit dem Iran im Mai einseitig aufgekündigt und wollen neue Sanktionen verhängen.

Die Regierung in Washington hat auch Unternehmen in anderen Staaten mit Strafmaßnahmen gedroht, die trotzdem weiter mit der Islamischen Republik Geschäfte machen. Betroffen davon sind auch europäische Länder.

Am kommenden Mittwoch wird Rouhani zu einem Besuch in Wien erwartet. Dabei werden die Frage, wie das Atomabkommen gerettet werden kann und ob die Europäer die dem Iran gemachten ökonomischen Zusagen einhalten werden, im Mittelpunkt stehen.

Sollte der Atom-Deal platzen will Teheran sein umstrittenes Nuklearprogramms in vollem Umfang wieder aufnehmen.

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