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KH Nord - Stadt bestätigt Mehrkosten von mindestens 300 Mio. Euro

Rechnet im besten Fall mit Kosten von 1,29 Mrd. Euro - Worst-Case-Szenario bei knapp unter 1,4 Mrd. Euro

Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) erläutert, dass die Mehrkosten für den Bau des Krankenhauses Nord zumindest bei rund 300 Mio. Euro liegen werden. Die Stadt und der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) gehen derzeit im Best-Case-Szenario von Kosten in Höhe von 1,29 Mrd. Euro aus.

Das Worst-Case-Szenario liege bei knapp unter 1,4 Mrd. Euro, bestätigte der ehemalige stellvertretende KAV-Generaldirektor Thomas Balazs, der bis vor kurzem für den Bau des Krankenhauses verantwortlich war, Medienberichte über den Rohbericht des Rechnungshofs. Davon werde man 200 Mio. Euro an Regressforderungen zurückholen können, zeigte er sich bei einem Hintergrundgespräch am Dienstagnachmittag überzeugt.

Ursprünglich sei man von Kosten in Höhe von 825 Mio. Euro ausgegangen. Rechnet man die Valorisierung ein, wäre das heute rund 1 Mrd. Euro, sagte Balazs. Im besten Fall würde die Kostenüberschreitung im Vergleich zum ursprünglichen Plan also bei rund 300 Mio. Euro liegen, im schlimmsten Fall bei fast 400 Mio. Euro, sagte Balazs.

"Wir werden intensiv daran arbeiten, dass wir die 1,29 Mrd. Euro einhalten", betonte er. Diese Zahl habe man bereits seit einem Jahr kommuniziert. Die in den Medien kursierenden Kosten in Höhe von 1,09 Mrd. Euro kämen dadurch zustande, dass hier die Regressforderungen bereits weggerechnet worden seien.

Frauenberger rechnet laut eigener Aussage damit, in zwei bis drei Wochen konkretere Aussagen zu den Kosten und dem Zeitplan der Eröffnung geben zu können.

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