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Auto-Lobby warnt
vor höheren Kfz-Steuern

Finanzministerium hatte zuvor zugesichert, nicht mehr Steuern zu kassieren

Auto im Tunnel © Bild: Thinkstock

Die Kfz-Industrie und ÖAMTC sowie ARBÖ warnen vor neuen Steuern für Autobesitzer und berufen sich dabei auf Zusagen aus dem Finanzministerium. Dieses habe versichert, dass keine neuen Belastungen kommen würden. Wer dies zugesagt habe, wollten die Interessensvertreter vor Journalisten am Montag nicht verraten.

Die Automobilverbände und die Autoindustrie fürchten besonders eine Schlechterstellung für Dienstwagenbesitzer. Rund zwei Drittel der Neuwagenzulassungen entfallen inzwischen auf Firmenautos. Rund 360.000 Autos sind derzeit Firmenwägen, so die Branchenvertreter. Die Bundesregierung geht von deutlich weniger Fahrzeugen aus.

Gewarnt wird auch vor einer Aufhebung der steuerlichen Begünstigung von Dieselfahrzeugen, wie es von Umweltschutzorganisationen gefordert wird. Dies würde den "Tanktourismus" in Österreich schwächen.

Ministerium verweist auf Gespräche

Während die Kfz-Industrie nicht müde wird, vor neuen Steuern zu warnen, gibt sich das Finanzministerium weiter zugeknöpft. "Wir verweisen auf die laufenden Verhandlungen, es wird dann ein Gesamtpaket präsentiert", so eine Sprecherin heute, Montag.

Der ARBÖ hat heute einmal vorgerechnet, wie es die vergangenen zehn Jahre war: Dreimal wurde die Mineralölsteuer angehoben, fünfmal die NoVA-Regelung verschärft, einmal die motorbezogene Versicherungssteuer erhöht und einmal der Sachbezug für Dienstkraftwagen angehoben.

Jeder Zweite hat ein Auto

Das Potenzial ist jedenfalls sehr groß: Im Land sind 4,6 Millionen Autos angemeldet, also rein statistisch betrachtet hat rund jeder zweie Österreicher ein Auto. Einer Studie der Universität Duisburg-Essen zufolge kostete im Vorjahr in Deutschland ein neues Auto knapp 27.200 Euro. Der Listenpreis war damit rund dreimal so hoch wie 1980.

FPÖ-Verkehrssprecher Gerhard Deimek betonte heute, dass Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) "die Abhängigkeit der Menschen vom Pkw nicht länger missbrauchen" dürfe "um Geld zu scheffeln".

Kommentare

Höhere Steuern für Autofahrer auf Energie sind doch "gerechter" meint die SPÖ, die ÖVP nennt es "ökologischer". Obwohl wir schon eine der höchsten Steuerquoten weltweit haben, erhöhen SPÖ+ÖVP schon wieder die Steuern. (MWST +KFZ - und niemand soll davon etwas merken????) Wir haben schon eine höhere pro Kopf Verschuldung wie Griechenland.

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