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Kevin Kampl: So geht es dem
Ex-Salzburger bei Dortmund

Schritt aus Österreich war nicht so groß - Aber: "Ich muss mich hier natürlich anpassen"

Kevin Kampl mit Klopp © Bild: GEPA pictures/ Witters/ Uwe Speck

Kevin Kampl war eine der Figuren des Pokal-Halbfinalschlagers Bayern München gegen Borussia Dortmund. Nur 25 Minuten nach seiner Einwechslung sah der Slowene am Dienstag Gelb-Rot, am Ende durfte er doch noch über den Finaleinzug jubeln. 12 Millionen Euro haben sich die Dortmunder den 24-Jährigen von Red Bull Salzburg im Winter kosten lassen. Die hohen Erwartungen hat er bisher nicht immer erfüllt.

"Ich muss mich hier natürlich anpassen. Das kenne ich von Salzburg, dort hat es auch einige Zeit gedauert", erklärte Kampl. "Als ich hierhergekommen bin, ging es Borussia nicht gut, und das ist auch jetzt noch so. Das war nicht einfach für mich." Als Tabellenachter hat der BVB die Champions-League-Qualifikation verpasst. Als Kampl kurz vor Weihnachten kam, lag der Vizemeister gar auf einem Abstiegsrang.

Gelb-Rot in 25 Minuten - "Kann passieren"

Mit dem Cuptitel könnten die Dortmunder ihre Saison noch retten - und ihrem scheidenden Trainer Jürgen Klopp einen würdigen Abschied bereiten. Kampl muss im Finale am 30. Mai in Berlin allerdings gesperrt zuschauen. "Das kann passieren", sagte der Offensivspieler über seine zwei Gelben Karten, die er sich in München wegen wiederholten Foulspiels eingehandelt hatte.

Den Transfer nach Deutschland bereut er trotz des jüngst aufgekommenen Gegenwindes nicht. "Ich denke, es war eine gute Entscheidung, im Winter nach Dortmund zu wechseln", meinte Kampl. Der Schritt sei nicht so groß gewesen. "Wie wir voriges Jahr gespielt haben mit Red Bull, mit dem extremen Pressing, wären wir in Deutschland sicherlich in die Top sieben gekommen."

Kevin Kampl gegen Bastian Schweinsteiger
© GUENTER SCHIFFMANN/AFP/Getty Images Nach diesem Foul flog Kevin Kampl vom Platz

Signal Iduna Park statt Untersbergarena

Eine andere Liga seien dafür Aufmerksamkeit und öffentliches Interesse. "Was anders ist, sind vor allem die vollen Stadien, die Fans, die Atmosphäre. Das ist mit Österreich nicht zu vergleichen", sagte Kampl. Vor einem halben Jahr hatte er noch vor 3.000 Zuschauern in Grödig und Wr. Neustadt gespielt. Mittlerweile trägt er seine Heimspiele regelmäßig vor 80.000 Fans im Signal Iduna Park aus.

"Ich fühle mich in Dortmund sehr wohl", versicherte Kampl, der bisher 13 Pflichtspieleinsätze im BVB-Trikot absolviert hat. Auf sein erstes Tor wartet er allerdings noch. Aufgewachsen ist Kampl im eine Autostunde entfernten Solingen. Mittlerweile fühlt er sich auch in Dortmund wohl. "Ich habe lange Zeit im Motel gewohnt, das war nicht angenehm", erklärte der slowenische Teamspieler. "Jetzt habe ich eine Wohnung, das ist besser." Sein Vertrag läuft bis 2019.

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