"Kernenergie in Europa unverzichtbar": EU-Abgeordnete gegen generellen Atomausstieg

Resolution hat aber keine rechtlichen Konsequenzen Keine Auswirkungen auf den Ausstieg Deutschlands

"Kernenergie in Europa unverzichtbar": EU-Abgeordnete gegen generellen Atomausstieg

Das EU-Parlament hat sich gegen einen generellen Ausstieg aus der Atomkraft gewandt. Die Kernenergie sei "mittelfristig in Europa unverzichtbar", erklärte das Straßburger Abgeordnetenhaus in einer rechtlich nicht bindenden Stellungnahme. Bei einem Ausstieg aus der Kernenergie seien insbesondere die Klimaschutzziele der EU nicht zu erreichen.

Der französische Atomkonzern Areva und der hessische Europaminister Volker Hoff begrüßten die Stellungnahme des Parlaments. Sie sei ein "Schritt zu einem realistischeren Umgang mit der Atomenergie", schrieb Areva in einer in Brüssel veröffentlichten Pressemitteilung. Der CDU-Politiker Hoff erklärte: "Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass heute über 30 Prozent der Stromerzeugung in der EU aus Kernkraftwerken stammen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und unter Klimagesichtspunkten auch zum Umweltschutz."

Für den bereits beschlossenen Atomausstieg in Deutschland und anderen EU-Staaten hat die Parlamentsresolution keinerlei Konsequenzen. Die Entscheidung für oder gegen die Nutzung der Kernkraft ist in der EU den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen.

(apa/red)