Keinen Halt im Volk: Deutlich weniger Muslime unterstützen Selbstmordangriffe

Auch Vertrauen in Bin Laden hat nachgelassen

Die Unterstützung für Selbstmordattentate in den muslimischen Staaten hat laut einer Studie deutlich abgenommen. Auch das Vertrauen in den Al-Kaida-Chef Osama bin Laden habe deutlich nachgelassen, ermittelte das Pew-Institute in einer Erhebung.

"Der auffällige Rückgang bei der Akzeptanz von Selbstmordanschlägen ist eine von mehreren Ergebnissen, die möglicherweise auf eine umfassendere Ablehnung von extremistischen Taktiken in der muslimischen Welt hindeuten", hieß es in dem Bericht. Untersucht wurden insgesamt 47 Staaten auf der ganzen Welt.

Demnach ist seit 2002 in sieben von acht untersuchten muslimischen Ländern die Zustimmung zu Selbstmordanschlägen zurückgegangen. Als "oft oder manchmal gerechtfertigt" sahen sie noch neun Prozent der Pakistanis; vor fünf Jahren lag die Rate bei einem Drittel. Im Libanon fiel die Quote von 74 Prozent auf 34 Prozent. In beiden Staaten hat jüngst die Gewalt zugenommen. Die Ausnahme zu der Entwicklung bildeten die Palästinenser, die zu 70 Prozent solchen Angriffen zustimmten. Auch die Unterstützung für Bin Laden blieb bei den Palästinensern mit 57 Prozent vergleichsweise hoch. In Jordanien sank die Quote von 56 Prozent im Jahr 2003 auf nun 20 Prozent. (apa)