"Keine Zusammenarbeit mit Ausländer-rein-Politik": Haider gegen Große Koalition

Regierung mit BZÖ und Grünen nicht vorstellbar BAWAG: Österreich verkommt zum Lumpenstaat

Der Kärntner Landeshauptmann Haider warnt vor einer rot-schwarzen Koalition nach der kommenden Nationalratswahl. "Eine Große Koalition wäre das Schlechteste, was Österreich passieren kann", sagte er. Haider kann sich auch nicht vorstellen, dass das BZÖ und die Grünen gemeinsam in einer künftigen Regierung vertreten sind.

"Die Linken in der ÖVP wollen die Grünen haben. Aber ich könnte mir keine Zusammenarbeit des BZÖ mit einer grünen Ausländer-rein- Politik vorstellen", sagte Haider auf die Frage, ob er eine schwarz- orange-grüne Bundesregierung zur Verhinderung der Großen Koalition befürworten würde. Gleichzeitig rief er aber dazu auf, die Koalitionsspekulationen zu beenden, denn: "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt."

Scharfe Worte fand Haider für die FPÖ. Deren Chef Strache hätte mit seiner Aussage, eine Große Koalition wäre ihm lieber als Schwarz- Grün, "die geistige Tradition der Freiheitlichen zerstört". Am Beginn des politischen Kampfes der Freiheitlichen sei nämlich vor allem das Ziel gestanden, "die rot-schwarze Machtaufteilung aufzubrechen".

Der BAWAG-Skandal ist laut Haider das beste Beispiel dafür, "dass es den rot-schwarzen Filz nach wie vor gibt" und manifestiere "ein Sittenbild der Republik Österreich". Haider: "Die schwarzen Finanzmarktaufsicht-Direktoren helfen den roten Bankganoven". Mit ein Grund dafür sei der Umstand, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG "einen Millionenkredit bei der BAWAG hat", behauptete der Landeshauptmann. Es sei aber unvereinbar, "dass ein Prüfungsorgan Kreditnehmer beim Prüfungsobjekt ist". (apa/red)