Keine Versöhnung zwischen BZÖ und FPÖ: Strache fühlt sich von Haider wie "gestalkt"

FPÖ-Chef Strache grenzt sich nun doch vom BZÖ ab Pröll hält eine Koalition für eher unwahrscheinlich

Keine Versöhnung zwischen BZÖ und FPÖ: Strache fühlt sich von Haider wie "gestalkt" © Bild: APA/Milenko-Badzic

Nach der vermeintlichen Versöhnung zwischen FPÖ-Obmann Strache und BZÖ-Chef Haider sind die Freiheitlichen nun wieder um Abgrenzung bemüht. Strache greift im "Standard" den Kärntner Landeshauptmann frontal an und meint: "Manchmal hat man den Eindruck, das ist wie Stalking. Er biedert sich allen an. Und wenn jemand für alles offen ist, sagt man nicht umsonst, der kann nicht ganz dicht sein."

In der Tageszeitung "Österreich" macht Strache klar, dass es für ÖVP-Obmann Pröll in der Europafrage mit den Freiheitlichen nicht leichter wird als mit der SPÖ. Der FPÖ-Chef stellte für seinen Gang in eine Regierung mit der ÖVP eine klare Barriere auf: Wenn die Volkspartei mit der FPÖ zusammenarbeiten wolle, dann müsse sie Ja zu einer Volksabstimmung über den EU-Vertrag sagen.

Pröll hält unterdessen eine Koalition der Volkspartei mit FPÖ und BZÖ "derzeit" für "nicht sehr wahrscheinlich". In der "Zeit im Bild 2" verwies er Donnerstagabend darauf, dass Strache nach dem scheinbaren Friedensschluss mit dem orangen Bündnis heute wieder eine Zusammenarbeit abgelehnt habe. Dies zeuge vom Wankelmut in diesen beiden Parteien.

"Was ich sehe und höre, ist nicht dazu angetan, dass übertriebener Optimismus für eine schwarz-blau-orange Regierung angebracht ist", meinte Pröll. Ausgeschlossen sei solch eine Koalition freilich nicht. Derzeit führe er aber Gespräche mit SPÖ-Chef Faymann, der ja auch den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten habe. (apa/red)