Keine Veränderung nach Schlaganfall: Ex-Premier Sharon geht es weiterhin schlecht

Antibiotika gegen beidseitige Lungenentzündung Sharon wird nur mehr künstlich am Leben erhalten

Dem im Koma liegenden früheren israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon geht es unverändert schlecht. Sharons Zustand sei nach wie vor kritisch, aber stabil, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Bulletin des Krankenhauses bei Tel Aviv, in dem Sharon behandelt wird. Es gebe weder eine Veränderung bei der Hirnfunktion noch schwerwiegende Schäden der lebenswichtigen Funktionen.

Am Montag hatte das Krankenhaus angekündigt, Sharon leide unter einer beidseitigen Lungenentzündung und scheide kaum noch Urin aus. Dem 78-Jährigen würden weiter Antibiotika verabreicht, sagte eine Sprecherin am Dienstag.

Sharon liegt seit einem schweren Schlaganfall und massiven Hirnblutungen am 4. Januar im Koma. Seitdem wurde er mehrfach operiert. Ende Juli berichteten seine Ärzte von einer Verschlechterung der Nierenfunktion und Veränderungen am Hirngewebe. Seine Nachfolge als Regierungschef hat mittlerweile Ehud Olmert angetreten.(apa/red)