Keine Überraschung bei Handball-EM: Russland und Norwegen stehen im Finale

Deutschland und Frankreich kämpfen um Rang drei

Wenig überraschend haben sich die favorisierten Teams bei der siebenten Handball-Europameisterschaft der Frauen ins Finale gespielt. Heute stehen sich im Endspiel der aktuelle Weltmeister Russland und EM-Titelverteidiger Norwegen gegenüber. Norwegen setzte sich am Samstag im Halbfinale mit 28:24 gegen Frankreich durch, Russland behielt mit 33:29 über Deutschland die Oberhand.

Die Begegnung zwischen Norwegen und Frankreich startete durchaus ausgeglichen. Erst kurz vor der Pause waren die Skandinavierinnen in der Lage, sich von den Ausrichtern der WM 2007 mit 15:12 abzusetzen. In der zweiten Hälfte holten die Französinnen zwar mehrmals zum Ausgleich auf, zur Führung reichte es allerdings nicht.

Beim Stand von 24:24 vier Minuten vor Schluss legten die Norwegerinnen noch einmal zu und zogen mit vier Toren zum Endstand auf 28:24 davon. Mit acht Treffern war Gro Hammerseng die beste Werferin auf dem Feld.

Im ersten Halbfinalspiel war zuvor das deutsche Team gegen Weltmeister Russland 29:33 (13:16) unterlegen. Vor allem die schlechte Chancenauswertung war Ursache für die Niederlage des WM- Sechsten. Die russische Torfrau Inna Suslina wusste 26 Treffer zu verhindern, in der zweiten Hälfte hielt sie ihr Tor ganze sechs Minuten sauber. Einzig Torjägerin Grit Jurack - mit acht Treffern beste Werferin - traf sicher für die deutsche Mannschaft.

Im kleinen Finale zwischen Deutschland und Frankreich steht nicht nur die Bronzemedaille zur Vergabe. Das drittplatzierte Team der EM ist automatisch für die Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich qualifiziert. (apa/red)