Keine Süßungsmittel oder gar Antibiotika: Qualität von Bienenhonig großteils tadellos!

"Konsument" nahm 16 Blütenhonige unter die Lupe Importware preisgünstiger als heimische Erzeugnisse

Keine Süßungsmittel oder gar Antibiotika: Qualität von Bienenhonig großteils tadellos!

Ob als Kekszutat oder als Hausmittel gegen Halsweh in der heißen Milch: Honig hat im Winter Hochsaison. Rund 7.000 Tonnen wurden zuletzt jährlich in Österreich gekauft, mehr als ein Kilo pro Kopf und Jahr vertilgt. Das Testmagazin "Konsument" hat gute Nachrichten für Schleckermäuler: Die Qualität sei großteils tadellos.

16 Blütenhonige - die liebste Sorte der Österreicher - aus Supermärkten, Diskontern und von einem Markt kamen auf den Prüfstand. In keinem Produkt wurden, wie fallweise in Deutschland, Antibiotika festgestellt, deren Einsatz gegen Parasiten und Baumkrankheiten in der Imkerei verboten ist. Ebenso nicht erlaubt ist der Zusatz von Zuckerlösungen und anderen Süßungsmitteln, auch davon fanden die Tester keine Spur. Der Wassergehalt - durch zu viel Wasser kann Honig zu gären beginnen - war überall in Ordnung. Ein einziges Erzeugnis wies eine zu hohe Menge Hydroxymethylfurfural auf, ein Zuckerabbauprodukt, das nicht gesundheitsschädlich, aber qualitätsmindernd ist und durch zu warme Lagerung entsteht.

Importware ist billiger
Große Unterschiede gibt es beim Preis: Importware kommt laut "Konsument" viel billiger als heimischer Honig. Österreich importiert derzeit vor allem aus Süd- und Mittelamerika, in geringerem Umfang aus Osteuropa. Besonders wichtige Handelspartner sind Kuba und Argentinien. Der günstigste Importhonig im Test kostet drei Euro pro Kilogramm, der teuerste sieben Euro. Für den billigsten heimischen Honig muss man 7,58 Euro pro Kilo bezahlen, der teuerste kostet 15,60 Euro. Testsieger wurde die Marke Echter Blütenhonig von Kärntner Bienenhof, der mit zehn Euro pro Kilo zu den günstigeren österreichischen Produkten zählt.

Der Hinweis "hergestellt in Österreich" besagt übrigens nur, dass der Honig hier abgefüllt wurde. Woher er stammt, findet sich in den Angaben zum Ursprungsland. (apa)