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Keine Spur von Eltern des in Zug am Brenner gefunden Migrantenbuben

Fünfjähriger aus Sierra Leone wohlauf

Die Suche nach den Eltern eines fünfjährigen Buben, der zusammengekauert unter dem Flachwagen eines Güterzugs am Grenzbahnhof Brenner gefunden wurde, hat bisher noch zu keinen Resultaten geführt. Der Zug war in Richtung Österreich unterwegs gewesen. Das stark unterkühlte Kind sei außer Lebensgefahr und befindet sich im Krankenhaus von Brixen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

Das Kind, das im Rahmen einer Kontrolle im Güterzug entdeckt wurde, habe den Tod riskiert. "Eine Stunde lang hat das Kind nur gezittert, obwohl es sich im Warmen befand. Wenn man es 15 Minuten später gefunden hätte, wäre es zu spät gewesen", sagte der Chef der Bahnpolizei am Brenner, Stefano Linossi, der am Montagvormittag bei einer Kontrolle das Kind gefunden hatte. Das Personal der Bahnpolizei hatte Hilferufe von einem Kind aus dem Güterzug gehört. Den Ärzten erzählte der Bub, dass er aus Sierra Leone stamme und Anthony heiße. Das Kind hatte eine rotblaue Tasche mit Frauenkleidern bei sich.

Dokumente, die Informationen über die Familie liefern könnten, wurden keine gefunden, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Dienstag. Nicht ausgeschlossen wird, dass die Mutter das Kind verlassen haben könnte, um Kontrollen entlang der Bahnlinie zu vermeiden. Eine Möglichkeit sei auch, dass die Mutter während der Reise das Leben verloren habe.

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