Keine Sklaverei und auch kein Mord:
Josef F. will keinen Tod verursacht haben

Inzest-Fall: Angeklagter wehrt sich gegen Anklage 'Als ich das Kind das erste Mal sah, war es bereits tot'

Keine Sklaverei und auch kein Mord:
Josef F. will keinen Tod verursacht haben © Bild: Reuters/Prammer

Er bekenne sich schuldig, aber nicht der Sklaverei und nicht des Mordes und er habe niemandes Tod vorsätzlich verursacht, kommentierte Inzest-Vater Josef F. laut der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "NEWS" die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Bei der Geburt seines im Kellerverlies verstorbenen Sohnes dabei gewesen zu sein und Hilfeleistungen unterlassen zu haben, bestreitet er.

"Als ich das Kind das erste Mal sah, war es bereits tot", wird er in dem Magazin zitiert. Gemeinsam mit der Tochter, die er 24 Jahre gefangen hielt, habe er den Buben "notgetauft", heißt es in dem Bericht. "Anschließend habe ich den winzigen Körper im Ofen verbrannt und später seine Asche in einem Garten verstreut." Bewusst den Strom abgeschalten und anfangs seine Tochter gefesselt zu haben, leugnet er ebenfalls. Aber "ich habe sie (Tochter Anm.) und die Kinder 'unten' mit Mord bedroht (...)", gestand der 73-Jährige laut "NEWS".

Ambivalent sind seine Aussagen zur Lebenssituation der Opfer im Verlies: "Natürlich war mir klar, dass Elisabeth litt (...)", heißt es an einer Stelle. "Aber den Kindern ging es doch nicht schlecht da", wird er in einem der folgenden Absätze zitiert. Sie hätten "genauso wie andere Kinder" ein Aquarium und einen Wellensittich besessen. "Ich weiß ich bin nicht normal", so eine weitere Aussage des 73-Jährigen, daher wolle er sich therapieren lassen. Derzeit schreibt er laut "NEWS" Briefe an seine Familie "aber bloß über materielle Angelegenheiten, da anderes nicht gewünscht ist".
(apa/red)