Keine Panikreaktion bei Konsumausgaben:
Bleibt Österreich eine Insel der Seligen?

Umfrage zeigt große Gelassenheit der Bevölkerung 30 Prozent: Österreich steigt im Vergleich besser aus

Keine Panikreaktion bei Konsumausgaben:
Bleibt Österreich eine Insel der Seligen? © Bild: APA/DPA/Gero Breloer

Die Österreicher glauben, dass sie von der weltweiten Wirtschaftskrise weniger hart getroffen werden, als die meisten anderen westlichen Länder. Deshalb zeigen sie auch noch keine Panikreaktion bei den Ausgaben. Aber 20 Prozent wollen beim Essen sparen. Das ist das veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS.

30 Prozent der Befragten vermuteten, dass Österreich besser davonkommen werde, als andere Industriestaaten. 48 Prozent glaubten nicht an Unterschiede. Zehn Prozent rechnen damit, dass die Folgen für Österreich vergleichsweise schmerzhafter ausfallen werden.

Keine praktischen Reaktionen
Wenn es darum geht, wegen der Wirtschaftskrise die eigenen Ausgaben zu drosseln, zeigten die Befragten noch keine panikartige Reaktion auf die Wirtschaftslage, aber für einige Branchen dürfte sie dennoch schmerzhaft sein. Einsparen will knapp die Hälfte am ehesten bei Urlaubsreisen und bei Ausgaben für Kaffeehaus-, Restaurant- und Theaterbesuche. Jeweils zwei Fünftel denken an Zurückhaltung bei der Anschaffung eines Neuwagens, bei Kunstgegenständen oder Schmuck. Es folgen ein möglicher Kaufverzicht bei Bekleidung und Schuhen. Noch etwas geringer ist der Vorsatz, sich bei Anschaffungen für den Haushalt etwa Möbel oder Haushaltsgeräte sowie bei Ausgaben für Kosmetik, Friseur und Sportplatzbesuchen einzuschränken. 29 Prozent gaben an, auch bei Spenden weniger Geld herzugeben.

20 Prozent der Österreicher haben sich vorgenommen, beim Essen zu sparen. Dabei unterscheiden sich allerdings die Absichten der Geschlechter ziemlich stark: Männer sind nur zu 15 Prozent bereit, auf Gaumenfreuden zu verzichten. Bei den Frauen haben hingegen 23 Prozent den Vorsatz, die Lebensmitteleinkäufe zu kürzen oder zumindest kritischere Blicke auf die Preise zu werfen.
(apa/red)